Der grosse WM-Knigge: Darf ich hupen, wenn die Schweiz gewinnt?

By Georg Nopper und Adrian Müller

Während der WM ist alles anders. Damit es nach dem Jubel kein böses Erwachen gibt, sollten Fussballfans trotzdem ein paar Regeln beachten.

Die Fussball-Weltmeisterschaft setzt kein Gesetz ausser Kraft. Das macht Toprak Yerguz, Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements Basel-Stadt unmissverständlich klar. „Es gelten die gleichen Regeln wie ausserhalb der WM.» Das heisst: Ruhezeiten und Verkehrsregeln müssen respektiert werden! Yerguz will deshalb nicht ausschliessen, dass bei einem Autokorso Bussen verteilt werden. „Wir gehen jedoch mit Augenmass mit Feiernden um.»

Auch in Zürich will die Polizei mit gesundem Menschenverstand vorgehen, wie Stadtpolizei-Sprecher Marco Cortesi erklärt. „Ein bisschen Emotionen muss man zulassen.» Wegen Gehupe und Autokorsos wird die Polizei nicht sogleich einschreiten. Sie drückt bis zu einem gewissen Mass ein Auge zu. „Etwa nach einer Stunde hat die Nachsicht der Polizei dann aber ihre Grenze erreicht», sagt Cortesi. Und scherzt: „Wenn die Schweiz Weltmeister wird, darfs auch etwas länger dauern.»

Sicherheit an erster Stelle

Null Toleranz ist allerdings zu erwarten, wenn Fussballfans sich selbst oder andere gefährden. Das beginnt bereits beim Heraushalten einer Fahne aus dem Autofenster. Aber auch eine Fahne am Steuer ist selbstverständlich strikt verboten.

Die Luzerner Polizei wird nach den Spielen an neuralgischen Stellen vermehrt präsent sein, wie Sprecher Kurt Graf erklärt. „Ein spezielles Augenmerk haben wir auf Situationen, wo Gefahren für Verkehrsteilnehmer bestehen, wie beispielsweise beim Mitfahren auf der Motorhaube, beim Abfeuern von Feuerwerkskörpern oder bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung.» Wenn die Sicherheit nicht tangiert ist, will die Polizei aber auch in Luzern verhältnismässig agieren.

An einigen Orten wie in der Stadt St. Gallen, in Freiburg oder im Waadtland haben die Fans für Autokorsos und Gehupe ein Zeitlimit von einer Stunde nach Spielende. Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St. Gallen: „Aber wir tolerieren in dieser Stunde nicht alles. Wenn die Sicherheit betroffen ist oder wenn jemand ununterbrochen hupend durch die Stadt fährt, dann schreiten

Source:: Blick.ch – Sport

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