Der nervigste Teil an der Schufa könnte bald der Vergangenheit angehören

By Christiane Imdahl

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Wer eine neue Wohnung sucht, benötigt fast immer einen Nachweis der Kreditwürdigkeit, den man von der Schufa bekommen kann. Die neue europaweite Datenschutzverordnung (DSGVO) könnte den Bezahldienst der Schufa rechtswidrig machen.

Bislang war es bei der Schufa gängige Praxis, einmal pro Jahr eine kostenlose Auskunft per Post anzubieten. Wer öfter eine Bonitätsauskunft brauchte oder einen schnellen Online-Zugang wünschte, musste ein Jahresabo abschließen. Damit könnte jetzt Schluss sein, denn die DSGVO sieht vor, dass jeder Bürger kostenlosen Zugang zu seinen gespeicherten Daten erhalten muss und zwar nicht nur einmal pro Jahr. Die zeitliche Beschränkung hat die Schufa mittlerweile aufgehoben, doch es gibt noch mehr Streitpunkte.

Wie die „Welt“ berichtet, prüfen Datenschützer aktuell das Abo-Modell „MeineSchufa“, welches für 3,95 Euro im Monat eine schnelle Einsicht in die Daten gewährt. Laut „Welt“ gibt die Schufa zu bedenken, dass das Verfahren, „dass wir die Datenkopie nur postalisch zustellen, sowohl mit der für die Schufa zuständigen Aufsichtsbehörde in Hessen, als auch mit der zuständigen Arbeitsgruppe des Düsseldorfer Kreises abgestimmt“ sei.

Der Grund für die postalische Zustellung sei, dass man nicht wüsste, ob auch tatsächlich die richtige Person die Daten abfrage. Es zählt also die Sicherheit.

Das Abomodell der Schufa muss überdacht werden

Das ergibt solange Sinn, bis man online die Daten doch schneller bekommt, sobald man dafür bezahlt, denn dann funktioniert die Identifizierung mit den Ziffern des neuen Personalausweises. Das wäre auch bei einer kostenlosen Variante denkbar.

Artikel 15 der DSGVO sieht zudem vor, dass es eine elektronische Auskunft geben muss, wenn auch die Anfrage auf elektronischem Weg gemacht wurde. Das erklärt die Landesdatenschutzbehörde der „Welt“. Hier herrscht also Klärungsbedarf mit der Schufa.

Die DSGVO sieht in Artikel 17 zudem vor, dass eine Löschung der Daten möglich sei. Hier ist allerdings eine Abwägung notwendig, denn sonst könnte jeder, der nicht kreditwürdig ist, alles löschen lassen,

Source:: Business Insider.de

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