Hektisches Zocken um Zukunft von Kika/Leiner

By simone.hoepke@kurier.at (Simone Hoepke)

Bei Kika/Leiner überschlagen sich im Übernahmepoker die Ereignisse. Das Angebot vom Investor René Benko wurde abgelehnt, er hat eilig nachgebessert.

Die mehr als 5000 Mitarbeiter der Kika/Leiner-Gruppe brauchen in diesen Tagen gute Nerven. Noch am Dienstag schien alles auf die Pleite hinauszulaufen: Ein Termin des Insolvenzschutzverbandes für Arbeitnehmer (Arbeiterkammer) mit den künftigen Insolvenzverwaltern war bereits fixiert. Als dieser kurzfristig per SMS storniert wurde, keimte Hoffnung auf. Vor allem auch deswegen, weil mit gefinkelter Öffentlichkeitsarbeit lanciert wurde, der Tiroler Immobilieninvestor


René Benko
wolle für 450 Millionen Euro die Kika/Leiner-Immobilien bzw. deren Besitzgesellschaft kaufen und für einen Euro auch das operative Möbelgeschäft übernehmen. Er wurde zum Teil bereits als möglicher Retter vorgefeiert. Als Deadline für diese brisante Übernahme wurde Donnerstag, 14 Uhr, kolportiert; eigentlich 13 Uhr Ortszeit, denn verhandelt wurde in London.

APA – Austria Presse Agentur

Kika/Leiner-Geschäftsführer George

Investor Benko als Möbelhaus-Sanierer, der Kika/Leiner neu aufstellt? Dem können nicht alle in der Branche etwas abgewinnen. Doch aus dem Signa-Umfeld heißt es, man habe mit der maroden deutschen Warenhauskette Karstadt bewiesen, dass Signa und ihre Retail-Manager sehr wohl Sanierungskompetenz haben. Karstadt habe mittlerweile die gröbsten Probleme erfolgreich gemeistert und es gehe solide bergauf. Aus Sicht von Branchenkennern würde der Deal auch aus einer anderen Perspektive Sinn ergeben: Benko hätte mit einem entsprechenden Sanierungskonzept auch gleich die Vermietung der Möbelhäuser abgesichert – durch seine eigene Gesellschaft. Ob diese dann nur


Möbel
anzubieten hätten, sei schließlich nicht gesagt.

RBI

Stets risikofreudig: Der 39-jährige Tiroler Rene Benko

16 Großgläubiger

Doch in Sachen Kika/Leiner ist für den sonst so erfolgsverwöhnten Tiroler Investor einmal nicht alles wie am Schnürchen gelaufen. Zwar soll sich Signa mit dem Mutterkonzern Steinhoff über die Übernahme des operativen Geschäfts von Kika/Leiner geeinigt haben, aber die 16 Großgläubiger (Hedgefonds) von Steinhoff haben das

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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