Kurz in Deutschland wegen „Achse Berlin-Wien-Rom“ in Kritik

Medien kritisieren mangelndes „sprachliches Feingefühl“ und sogar „Nazi-Rhetorik“ mit Blick auf die Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg.

Eine europäische Lösung in der Flüchtlingspolitik oder nationale Alleingänge. Das ist derzeit die Frage, die sich während des Besuchs von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Deutschland noch einmal verschärft hat. Während Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Innenminister Horst Seehofer um den Kurs in der Flüchtlingspolitik ringt – am Abend gab es ein Krisentreffen in

Berlin
– geriet Kurz geriet wegen seiner Forderung nach einer Achse „Berlin-Wien-Rom“ in die Kritik. Deutsche Medien orteten „Nazi-Rhetorik“.

Kurz hatte in Berlin erkennen lassen, dass er in dieser Frage eher bei Seehofer steht als bei

Merkel
, und bekräftigt, während der am 1. Juli beginnenden österreichischen EU-Ratspräsidentschaft dafür sorgen zu wollen, dass die europäischen Außengrenzen im Kampf gegen illegale Migration nach Europa besser geschützt werden. Dazu setze er auf eine „Achse der Willigen“. Er nannte in erster Linie Rom, Wien und Berlin.

„Wenig sprachliches Feingefühl“

Kurz wurde in der deutsche Presse daraufhin „wenig sprachliches Feingefühl“ vorgeworfen. Der Terminus „Achse“ sei im Zusammenhang mit Berlin und Rom aus der Zeit des

Zweiten Weltkriegs
und der Jahre davor „historisch vorbelastet„. So titelten mehrere Regionalzeitungen der Funke-Mediengruppe gleichlautend in ihren Online-Ausgaben: „Kurz eckt mit Nazi-Rhetorik an.“

Weiters hieß es: „In den sozialen Medien fand die begriffliche Verirrung des österreichischen Bundeskanzlers am Mittwoch ein großes Echo. Abgesehen davon, dass eine ‚Achse Rom-Berlin-Wien‚ rein optisch irgendwie einen Knick hätte, gab es Kritik an der Wortwahl, aber auch Kopfschütteln über die offensichtliche

Source:: Kurier.at – Politik

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