Nati im Ranking auf Platz 4: So viel Multikulti steckt in den WM-Teams

Acht im Ausland geborene Kicker sollen ab Sonntag die Multikulti-Nati zu Ruhm und Ehre an der WM schiessen. Ein nationales Erfolgs-Geheimnis.

Die Schweiz und die Einwanderer – eine wahre Erfolgsstory.

Dominierten im Mittelalter hierzulande vor allem noch Hunger und Armut, wanderten im 19. Jahrhundert noch 200’000 Schweizer nach Übersee aus, mutierte die Eidgenossenschaft nach dem zweiten Weltkrieg zu einem typischen Einwanderungsland. Dank Gastarbeitern aus aller Herren Länder zählt der Standort Schweiz im Wirtschafts- und Bankenwesen heute zu den Top-Nationen.

Auch in der Sport-Welt sorgt die Multikulti-Schweiz für Furore. Roger Federer, Sohn einer Südafrikanerin, gewinnt Grand-Slam-Turniere am Laufmeter und wird als bester Tennis-Spieler aller Zeiten gefeiert. Im Fussball siehts ähnlich aus. Seit sich die Sforzas, Yakins und Barnettas das Nati-Shirt überstreifen, gehört die Schweizer Fussball-Tristesse der Vergangenheit an. Stattdessen herrscht Ekstase am Public Viewing. Das ist diesen Sommer nicht anders.

Gemäss einer Analyse der WM-Kader aller 32 Teilnehmer-Nationen kicken 82 der 736 für die diesjährige WM nominierten Spieler nicht für das Land, in welchem sie geboren sind. Die Schweiz nimmt in diesem Ranking mit acht „ausländischen» Akteuren hinter Marokko (17), Tunesien (9) und Senegal (9) Rang 4 ein. Embolo, Moubandje und Mvogo sind in Kamerun geboren, Djourou in der Elfenbeinküste, Gelson auf den Kapverden, Behrami und Shaqiri im Kosovo, Dzemaili in Mazedonien.

In Russland stellt die Schweiz übrigens auch drei Söldner, also Spieler die zwischen Boden- und Genfersee aufgewachsen sind, aber für eine andere Nation kicken. Ivan Rakitic (Möhlin AG) geht für Kroatien, Aleksandar Prijovic (St. Gallen) und Milos Veljkovic (Basel) für Serbien auf Torjagd.

Interessant liest sich die Statistik auch aus marokkanischer und französischer Sicht. Gleich 17 der 23 Marokkaner sind nicht in Nordafrika geboren. Die Franzosen wiederum stellen das Gegenbeispiel dar. Insgesamt erblickten 50 der 736 WM-Spieler in Frankreich

Source:: Blick.ch – Sport

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