WM-Eröffnung in Russland: Heute ist sein großer Tag – wie Putin mit der WM zur Propaganda-Show ansetzt

Eine weitere Propaganda-Show à la Sotschi oder doch die von der Fifa voreilig ausgerufene „beste WM aller Zeiten“? Wenn 1432 Tage nach der deutschen Sternstunde von Rio am heutigen Donnerstag der Vorhang für die 21. Fußball-Weltmeisterschaft im Luschniki-Stadion fällt, ist die Bühne im Riesenreich Russland jedenfalls bereitet. Wladimir Putin hat keine Kosten und Mühen gescheut und wird sein Megaprojekt vor allem als Selbstinszenierung nutzen. Ob Fifa-Kongress oder Eröffnungsfeier – in diesen Tag läuft nichts ohne den Kremlchef.

Putin verspricht ein Fest „voller Leidenschaft und Emotionen“. Die Strahlkraft von Lionel Messi, Cristiano Ronaldo oder Neymar soll an den 32 Turniertagen all die Kritikpunkte wie Korruption, Doping, Menschenrechte, Rassismus oder Hooligan-Gewalt vergessen lassen. Weltoffen will sich Russland präsentieren, nachdem es die Welt mit seiner Beteiligung am Bürgerkrieg in Syrien, der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim oder mit dem Konflikt in der Ostukraine gegen sich aufgebracht hat. „Sie werden es überall erfahren, dass wir gastfreundliche Menschen sind. Die Fans werden sicher so begeistert sein, dass sie zurückkommen möchten“, sagte Putin in seiner Rede vor dem Fifa-Kongress am Mittwoch.

Nur Gerhard Schröder wird neben Wladimir Putin sitzen

Seppelt fährt nicht zur WM 9.16Beim Eröffnungsspiel zwischen der Gastgeber-Elf und Saudi-Arabien am Donnerstag (<a target="_blank" rel="nofollow" title="Fußball-WM 2018: Alle Ergebnisse, alle Spiele, alle Statistiken" href="https://www.stern.de/sport/fussball/wm-2018/fussball-wm-2018die-partien-der-weltmeisterschaft-im-liveticker-7984762.html?utm_campaign=sport&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard“>ab 17.00 Uhr im stern-Liveticker) wird er in der Ehrenloge vielleicht mit seinem Freund Gerhard Schröder, aber kaum mit westlichen Staatschefs anstoßen können. Großbritanniens Außenminister Boris Johnson hatte das Turnier im Zuge der Affäre um den vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal gar mit den Nazi-Spielen 1936 in Berlin verglichen. Der Kreml fühlt sich indes zu Unrecht an den Pranger gestellt.<a target="_blank" rel="nofollow" title="Wladimir Putin spricht beim 68. Fifa-Kongress in Moskau" href="https://www.stern.de/sport/fussball/wm-2018/wladimir-putin-spricht-beim-68fifa-kongress-in-moskau-8124800.html?utm_campaign=sport&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard“>Wladimir Putin WM Russland

Russlands Ruf ist in der westlichen Welt ähnlich

Source:: Stern – Sport

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