Zwei Ökonomen haben eine überraschende Theorie, warum das iPhone so erfolgreich wurde

By Jonas Grundler

Steve Jobs original iPhone

Zwei Ökonomen der amerikanischen Eliteuniversität MIT (Massachusetts Institute of Technology) haben eine ganz eigene Theorie, warum das iPhone nach seiner Erstveröffentlichung 2007 zu einem Verkaufsschlager wurde und heute immer noch ist. Andrew McAfee und Erik Brynjolfsson vermuten in ihrem Buch „Machine, Platform, Crowd“, dass nicht die Technik, das Design oder der Neuheitscharakter des Smartphones die antreibende Kraft hinter dem iPhone-Hype ist. Stattdessen ist für sie ein komplementäres Gut des iPhones der ausschlaggebende Grund. Über die Theorie der beiden Ökonomen berichtet die Zeitung „Zeit“.

Nachfragensteigerung durch Komplementärgüter

Komplementärgüter sind demnach zwei oder mehr Produkte, die überwiegend zusammengekauft werden, sich also ergänzen. So zum Beispiel Burgerfleisch und Burgerbrötchen. Steigt die Nachfrage nach einem Produkt, steigt automatisch auch die Nachfrage nach dem anderen Produkt. Sinkt außerdem der Preis eines Produkts, so steigt die Nachfrage nach diesem ebenfalls. Das haben Unternehmen schon vor mehr als 100 Jahren erkannt und seither steigern sie die Nachfrage nach zwei Produkten, in dem sie eines der beiden komplementären Güter günstiger anbieten. Der Preis des zweiten Produkts kann zusätzlich angehoben werden, um mehr Umsatz zu erzielen.

Apps als eigentlicher Verkaufsschlager

Dieses „two-part pricing“, wie es im Englischen genannt wird, soll Apple den riesen Erfolg gebracht haben, behaupten McAfee und Brynjolfsson. Das komplementäre Gut des iPhones sind die Apps. Diese werden kostengünstig, größtenteils sogar kostenlos, im iOS App-Store angeboten. Die Ökonomen wissen, dass eine einzelne App wohl keinen Menschen dazu bringt, ein iPhone zu kaufen, aber sie glauben, dass die gewaltige Anzahl und Vielfalt der Apps die Nachfrage nach dem iPhone stark genug steigern, um die von Apple verlangten Preise betriebswirtschaftlich zu rechtfertigen. Unterstützende Daten dieser Theorie bietet der letzte Quartalsbericht von Apple selbst: Die Umsätze des neuen iPhones fielen, während die des App-Stores weiter anstiegen.

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Source:: Business Insider.de

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