Friedensbüro Graz: Weil Zivilcourage alle etwas angeht

By no-reply@meinbezirk.at (Martina Maros)

Jeder braucht Unterstützung: Man weiß nie, in welche Situation man gerät, daher sollte jederzeit geholfen werden.“> Ein Bus. Eine Straßenbahn. Die Menschen stehen. Sitzen. Einige unterhalten sich. Andere blicken gedankenversunken aus dem Fenster. Viele mit Kopfhörern in den Ohren. Ob sie hören würden, wenn neben ihnen jemand beschimpft, unrechtmäßig behandelt würde oder Hilfe bräuchte? Wieder andere starren gebannt auf den Bildschirm in ihrer Hand. Sie spielen, lesen Nachrichten, scrollen durch Facebook und Co, wirken wie in einer anderen Welt. Und obwohl es mittlerweile Alltag ist, man sich selbst auch zu oft dabei ertappt – befremdlich ist dieser Anblick allemal.
Das Friedensbüro Graz und die WOCHE geben 30 Tipps für das gesellschaftliche Zusammenleben (siehe links) und widmen sich nun dem Themenblock Zivilcourage. Warum diese für die Gesellschaft wichtig ist und allen hilft, erklärt Jutta Dier, Leiterin des Friedensbüros Graz.

Ignoranz dominiert
„Aber nicht nur in den Öffis wirken die Menschen so, als würden sie sich zunehmend zu Einzelkämpfern entwickeln. Am Gehweg, im Park, ja sogar in den Autos. Viele sind alleine, nur mit ihrem eigenen Leben beschäftigt, ja fast schon ein wenig entsolidarisiert“, führt Jutta Dier aus.
Und das, obwohl alle im Grunde als solidarische Wesen zur Welt kommen und von Natur aus hilfsbereit sind. „Heute hingegen wirkt es oft so: Augen verschließen, Klappe halten, ja nicht zu viel hören. Vor kurzem kam noch ein weiteres Sinnbild hinzu: Menschen, die unentwegt auf ihr Handy starren. Wann haben wir vergessen, dass es außer uns auch noch andere gibt“, macht die Friedensbüro-Chefin klar.

Mitmenschen beachten
Die Arbeit und der Alltag wären viel leichter wenn alle wieder aufmerksamer wären, auch mal aufblicken würden, sich nicht ausschließlich um die eigene Person kümmerten. „Wir könnten so vieles sehen: Die Dame, die verzweifelt den Haltegriff in der Straßenbahn umklammert, den blinden Mann, der am Bahnhof nach der richtigen Station sucht, den

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