Leibnitzerin lebt als Halterin ohne Strom auf der Alm

By no-reply@meinbezirk.at (Waltraud Fischer)

Viele Freunde schreiben mir und meinen – „Halterin auf der Alm, das wollt ich auch schon immer mal machen“. Ich möchte jeden dazu ermutigen und ihn zur „Auszeit“ raten – tu´s doch – wenns dein Ding ist! Doch was ist anders als daheim oder dem Urlaub am Meer? Natürlich die Natur, die Berge, das Wetter, die gute Luft, das traumhaft gute Almwasser, das Leben nur mit dem Nötigsten, die Ruhe, die Art wie du dich ernährst, die Bewegung die du täglich machst und vor allem die Freundlichkeit der Wanderer. Diese Menschen die es bis hier rauf schaffen sind fröhlich, haben viel zu erzählen, sind gemütlich, äußerst hilfsbereit und immer gut drauf. Aber Halterin sein heißt nicht Berg steigen, spazieren gehen, Leut unterhalten, Tiere zählen und fertig – nein Halterin zu sein heißt auch: sehr früh aus dem Bett (man lebt mit der Sonne, da man ja keinen Strom hat), dann geht man los, um die Rinder zu suchen und zu zählen und schauen ob alles mit ihnen in Ordnung ist – und das kann schon mal vier Stunden Berg steigen bedeuten, weil die bleiben ja nicht dort wo sie gestern waren. Hat man sie gefunden, hofft man, dass alle da sind. Wieder zuhaus freut man sich auf das Frühstück, vor allem auf einen Kaffee. Doch mit Knopfdruck ist da nichts, da heißt es mal einheizen, Wasser zum Kochen bringen und aufzugießen. Dann gibt es auch Arbeit. Wäsche waschen – ohne Waschmaschine. Holz arbeiten – weil heizen muss man immer, Lebensmittel müssen besorgt werden, denn Wandersleut haben Hunger und Durst. Das nächste Geschäft ist aber mehr als 25 km entfernt. Kochen dauert auch seine Zeit, meist fängt man in der Früh schon an, da der Herd um diese Zeit grad sehr warm ist. Dann sind Zäune zu reparieren, da die

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