Der Boom ist vorbei: Experten sagen den Tod der App voraus

By Christiane Imdahl

App-Symbole von sozialen Netzwerken

Wir erinnern uns gerne (oder auch nicht so gerne) an den Sommer 2016 zurück. Ganze Heerscharen von teils erwachsenen Menschen starrten pausenlos auf ihren Handy-Bildschirm. Sie schienen dabei irgendeinen sagenumwobenen Schatz zu suchen — in Wahrheit war es ein Pokémon. Das war der Hype rund um Pokémon Go, von dem heute nicht mehr viel übrig ist. Zwei Jahre später sind nur noch die Hardcore-Fans auf der Suche nach dem großen Fang. Das Schicksal der App Pokémon Go könnte bald einer Vielzahl weiterer Apps drohen. Einerseits laden Nutzer keine neuen Apps mehr herunter, andererseits sind sie auch nicht mehr bereit, für Apps viel Geld auszugeben.

Wenn man den Apple App Store auf dem iPhone öffnet, zeigt sich ein nicht überraschendes Bild. Unter den kostenlosen Apps belegen Branchenriesen wie WhatsApp, Instagram und Snapchat die vorderen Ränge. Bei den Videodiensten ist YouTube die Nummer eins, beim Streaming Netflix und in Sachen Navigation Google Maps. Kleine Entwickler haben längst keine Chance mehr aufs große Geld. Innerhalb von Sekunden werden neue Apps nachprogrammiert und kopiert — der Großteil verschwindet schnell wieder in der Versenkung. In den vergangenen Jahren hat sich die westliche Single-Welt quasi auf Tinder geeinigt und je nach Jahres- und Ferienzeit schaffen es Wetter-Apps und Blitzer-Warner noch in die Top-Ränge der zu bezahlenden Programme.

Wie die „Welt“ berichtet, sagt Mobil-Expertin Jessica Ekholm den App-Entwicklern eine düstere Zukunft voraus: „In Europa und den USA ist der App-Boom längst vorbei. Wir bewegen uns aktuell in Richtung einer Post-App-Welt.“

„Nutzer haben sich an Lieblings-Apps gewöhnt“

Der Markt dürfte einfach gesättigt sein, kaum ein Nutzer hat mehr Lust, Neues zu entdecken, da er ohnehin schon viel zu viele Apps auf dem Handy hat, die den gesamten Speicherplatz fressen. Ekholm sagt der „Welt“: „Das Problem der Entwickler ist, die Nutzer an sich zu binden. Die

Source:: Business Insider.de

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