René Weiler gibt beim FCL den Ton an: «Ich erhielt zu wenig Unterstützung aus der Schweiz»

By Marco Mäder und Michel Wettstein

René Weiler (44) spricht 19 Tage nach seinem Amtsantritt über seine Methoden, seine Schwächen, seine Zeit im Ausland und seinen Eindruck vom FCL.

Er bestellt sich einen Espresso Macchiato. Dann sagt er lachend: „Ich muss zwischendurch meine Beine etwas strecken, sonst bekomme ich Krämpfe.» Kein Wunder. Nur wenige Minuten zuvor ist FCL-Coach René Weiler wie wahnsinnig auf dem Trainingsplatz hin und her gerannt, hat sprintend Übungen vorgezeigt und dazu über den ganzen Platz geschrien, damit es auch jeder Spieler hören kann. Dieser Mann will beim FC Luzern etwas bewegen.

BLICK: Herr Weiler, man sieht Ihnen an, dass Sie noch sehr fit sind …
René Weiler: Nicht mehr so, wie auch schon. Aber man hat eine gewisse Vorbildfunktion. Ob man gewinnt oder verliert, das kann man nicht immer beeinflussen. Aber wichtig ist, dass man immer einen sauberen Auftritt hat, dass man sich korrekt verhält. Als Führungsperson im Sportbereich muss ich das vorleben. Ich fordere viel und möchte deshalb auch etwas bieten können.

Sind sie ein Schleifer?
Schleifer ist komplett falsch. Ich fordere viel, ja. Aber entscheidend ist, dass ich vor allem fördere. Wir sind im Leistungssport. Und da muss man halt mehr arbeiten als alle anderen. Ich lasse den Spielern jedoch auch sehr viele Freiheiten. Gewisse Härte ja, aber immer mit Ball.

Welcher Typ Trainer sind Sie?
Ich mache vieles mit dem sogenannten gesunden Menschenverstand. Theorie und Praxis gehören zusammen. Es braucht davon eine gesunde Mischung.

Haben Sie Schwächen?
Ja, selbstverständlich habe ich Schwächen. Ich gestehe mir diese auch ein und arbeite an ihnen. Nur ist die Frage grundsätzlich, ob man diese Schwächen offenlegen soll. Ich bin sicher ungeduldig. Und manchmal könnte ich vielleicht diplomatischer sein.

In den Medien werden Sie manchmal als arrogant oder kompliziert dargestellt …
Das hat mit der Realität nichts zu tun. Ich bin einer, der ehrlich arbeitet und kommuniziert. Dies wird in den

Source:: Blick.ch – Sport

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