Siemens-Chef rechnet ab: Es ist nicht hinnehmbar, wie sich Deutschland in der Welt darstellt

By Melissa Neu

Siemens Chef Joe Kaeser

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte in einem Tweet AfD-Politikerin Alice Weidel scharf kritisiert. Seitdem werden er und sein familiäres Umfeld bedroht, berichtet die „Welt“. Doch Kaeser will nicht schweigen — auch wenn er von anderen Konzernlenkern dabei nicht unterstützt wird.

Der Siemens-Chef war durch einen Tweet auf Konfrontationskurs mit der AfD gegangen. Er hatte damit auf eine Bundestagsrede von AfD-Fraktionschefin Weidel reagiert, die im Parlament von „Kopftuchmädchen” und „Messermännern” sprach. Kaeser reagierte via Twitter mit den Worten: „Lieber ‚Kopftuch-Mädel‘ als ‚Bund Deutscher Mädel‘. Frau Weidel schadet mit ihrem Nationalismus dem Ansehen unseres Landes in der Welt.“

Lieber „Kopftuch-Mädel“ als „Bund Deutscher Mädel“.
Frau Weidel schadet mit ihrem Nationalismus dem Ansehen unseres Landes in der Welt. Da, wo die Haupt-Quelle des deutschen Wohlstands liegt. #Bundestag #Bundesregierung #steffenseibert

— Joe Kaeser (@JoeKaeser)
16. Mai 2018

Dafür bekam er einerseits viel Zuspruch in den Sozialen Medien, aber auch viel Gegenwind, bis hin zu Bedrohungen gegen ihn selbst und seine Familie. Kaeser sprach dabei von äußerst heftigen Reaktionen auf seine bisherigen Äußerungen. Er würde zwar wieder in die politische Diskussion einsteigen, allerdings sei er äußerst überrascht über die Gewaltandrohung gegen ihn, so die „Welt“ weiter.

„Äußerungen über Ausgrenzung und Rassenhass sind nicht hinnehmbar“, sagt Kaeser

Für den Siemens-Chef seien Äußerungen über Ausgrenzung, Intoleranz, Rassenhass und Polemik nicht hinnehmbar. Dazu müsse Stellung genommen und nicht geschwiegen werden, so Kaeser. Laut der Zeitung zog Kaeser einen direkten Vergleich zur Nazizeit. Auch damals sei in den Anfängen zu viel geschwiegen worden.

Sein Versuch, eine Unternehmer-Initiative gegen die AfD zu starten, ist allerdings vorerst gescheitert. Der Chef eines Autokonzerns habe ihm mit Blick auf die Umfrageergebnisse der AfD beispielsweise gesagt, dass bei einer klaren Positionierung seinerseits unter Umständen 19 Prozent potenzielle Kunden

Source:: Business Insider.de

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