200 Spiele am Wochenende abgesagt: Genfer Schiris streiken nach brutaler Prügelattacke

Nachdem ein Kollege von ihnen in einem Amateur-Spiel bewusstlos geschlagen wird, haben die Genfer Schiedsrichter genug. Sie treten in den Streik – und sprechen sich gegen Gewalt an Schiris und Gewalt im Genfer Fussball überhaupt aus.

Sie opfern für Almosen ihre Freizeit. Pfeifen Spiele von bemitleidenswerten Anti-Kickern und nehmen in Kauf, beleidigt und bedroht zu werden – oder gar verprügelt! Genau das widerfuhr nun einem Genfer Hobby-Schiedsrichter.

Im Spiel zwischen der dritten Mannschaft des FC Satigny und dem FC Tordoya verweist der Ref einen Tordoya-Spieler des Feldes. Der Gebüsste und zwei Teamkollegen attackieren den Ref daraufhin, prügeln drauflos – und schlagen den Schiri bewusstlos. Er muss ins Spital überführt werden und fällt an seiner Arbeitsstätte mehrere Tage aus.

Nun haben die Genfer Schiris genug: Sie streiken! Die Verei­nigung der Genfer Schiedsrichter hat den Appell gestartet – die meisten Refs leisten ihm Folge.

Konsequenz: Rund 200 Spiele im Kanton Genf wurden ab­gesagt – Partien von Aktiven der unteren Ligen, Mätschli von Senioren, Wettkämpfe von Junioren. Der Genfer Oberschiedsrichter Skander Chahlaoui sagt zu „Keystone»: „Wir haben viel Zuspruch erhalten – von Spielern, Präsidenten, Eltern von Spielern. Wir haben zwei Ziele: die Gewalt an Schiedsrichtern anzuprangern und die Gewalt im Genfer Fussball generell.»

Der FC Tordoya wird für zwei Jahre vom Spielbetrieb ausgeschlossen. (red)

Source:: Blick.ch – Sport

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