Söhne reden zum ersten Mal: «Wir sind von Papas Unschuld überzeugt»

By Beat Michel

ZÜRICH –
Nasrin R. (†41) wurde vor neun Jahren getötet. Für den Mord wurde jetzt ihr Ehemann Humayun R. (62) verurteilt. BLICK traf die Söhne, die den Schuldspruch nicht wahrhaben wollen.

Die drei jungen Männer erscheinen pünktlich. John* (31), Robert* (27) und Marco* (21) sind sichtlich nervös, der Gang an die Öffentlichkeit ist für sie ein mutiger Schritt. Alle haben eine Lehre abgeschlossen und arbeiten in grossen Firmen. Am Arbeitsplatz weiss niemand von ihrem schlimmen Schicksal. Sie wollen, dass das auch so bleibt.

Der Hintergrund: Am 19. Oktober 2009 wurde ihre Mutter Nasrin R.** (†41) mit mehreren Schüssen hingerichtet. Der Täter: ihr Ehemann Humayun R.** (62), also der Vater der jungen Männer. Vor drei Wochen wurde er in erster Instanz zu 14 Jahren verurteilt. Ein Indizienprozess, der das Trio bis heute bewegt. Denn: Die Söhne trauen ihrem Vater die Tat einfach nicht zu.

Die Söhne bezweifeln das Urteil

„Durch den Schuldspruch für unseren Vater werden wir wieder in eine ungewisse Zukunft zurückgeworfen», sagt der älteste Sohn John. Er fügt an: „Wir können das Urteil kaum glauben und sind von Papas Unschuld überzeugt.»

Humayun R. hat eigentlich vier Söhne: Robert und John aus erster Ehe, Marco (21) und Daniel* (14) aus der zweiten mit der ermordeten Nasrin. Zum Gespräch mit BLICK kommen nur drei Söhne – der jüngste kann bis heute nicht über den Verlust seiner leiblichen Mutter reden.

Die vier Söhne des Täters durchleiden seit dem Tod der Mutter beziehungsweise Stiefmutter eine schreckliche Zeit. „Wir waren alle unter Schock. Aber am schlimmsten traf es den kleinen David», sagt John. Der jüngste Bruder war zum Tatzeitpunkt erst fünf Jahre alt. Bruder John: „Er verlor seine Mutter, der Vater verschwand für acht Monate

Source:: Blick.ch – Schweiz

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