Professoren-Klage gegen Entlassung an Musikuni wird verhandelt

Es geht darum, ob die Entlassung der Musikuniversität die wesentlichen Interessen des Musikers beeinträchtigt

Nach seiner fristlosen
Entlassung
von der Wiener Musikuniversität wird heute, Dienstag, am Wiener Arbeitsgericht die Klage eines Cello-Professors, der zugleich Mitglied der Wiener Philharmoniker ist, in einer zweiten Tagsatzung behandelt. Das Verfahren wird zum Schutz der betroffenen Zeugen teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Im Zentrum stehen Missbrauchsvorwürfe.

Diese seien von mehreren ehemaligen Studierenden voneinander unabhängig an das Rektorat herangetragen worden, hieß es im Vorfeld der Verhandlung seitens der mdw gegenüber der
APA
. Dort sah man die Entlassung als „alternativlos und zwingend“ an, wie mdw-Anwalt Christoph Wolf betonte. Von „gröblichem Missbrauch seiner Position“ ist die Rede, aus Persönlichkeitsschutzgründen wurde auf den genauen Inhalt der Vorwürfe sowie auf die betroffenen Studierenden allerdings nicht näher eingegangen.

„Vorwand“

Der entlassene Musiker, der in seiner Rolle als Philharmoniker auch an der
Wiener Staatsoper
tätig ist, vermutet hinter den Vorwürfen dagegen einen Vorwand, um sich eines kritischen Mitglieds des Lehrkörpers zu entledigen. „Unmittelbar vor Ausspruch der Entlassung kam es zu Zerwürfnissen mit dem Rektorat der Universität wegen unterschiedlicher Auffassungen und kritischer Äußerungen unseres Mandanten zu Lehrinhalten und zur Evaluierung von Leistungen“, so eine Stellungnahme der juristischen Vertretung des Klägers gegenüber der APA. Bei den Vorwürfen handle es sich „um Gerüchte Sachverhalte betreffend, die sich im Jahr 2010 zugetragen haben sollen“, während nun die Entlassung „unter seinen Studenten einen Sturm der Entrüstung“ ausgelöst habe. Keiner der aktuellen Studierenden habe die Vorwürfe bestätigt.

Vor Gericht sind 25 Zeugen geladen. Ziel des Verfahrens ist die Klärung der Frage, ob die Entlassung der
Musikuniversität
die wesentlichen Interessen des Musikers beeinträchtigt und ob sich die Universität auf

Source:: Kurier.at – Kultur

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