Obwohl es genug zu essen gibt! Alle zehn Sekunden verhungert ein Kind

By Guido Felder

124 Millionen Menschen leiden weltweit unter einer Hungersnot. Die Deutsche Welthungerhilfe hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 niemand mehr hungern muss. Denn Nahrung gäbe es eigentlich genug.

Wenn Sie diesen Text in etwa 50 Sekunden zu Ende gelesen haben, werden fünf Kinder an Hunger gestorben sein. Und dies, obwohl es genug Nahrung für alle gäbe.

Am Donnerstag hat die Deutsche Welthungerhilfe ihren neuen Index (WHI) veröffentlicht. Rund 124 Millionen Menschen sind wegen Hunger in Todesgefahr, darunter 51 Millionen Kinder – ein markanter Anstieg gegenüber den 80 Millionen vor zwei Jahren.

Kriege vermeiden

Der WHI weist für 51 der 119 Länder, in denen Daten überhaupt erhoben werden konnten, eine ernste Lage aus. Besonders schlimm ist die Situation in der Zentralafrikanischen Republik und in Südasien.

Alle zehn Sekunden, so rechnet die Organisation, stirbt ein Kind an Unterernährung. Hunger gibt es vor allem in Gebieten, wo Krieg, Flucht und Vertreibung herrschen. Deshalb fordert die Organisation vermehrte Anstrengungen bei der Konfliktverhütung und der Friedensstiftung. Zudem sollen Vertriebene in ihren Herkunftsregionen unterstützt und deren Widerstandsfähigkeit gestärkt werden – etwa durch die Stärkung lokaler Märkte.

Die Ziele sind hochgesteckt: Bis 2030 soll der Hunger beendet werden. „Das ist aber nur mit noch stärkeren Anstrengungen möglich», schreibt die Organisation.

Cassis: „Das grösste lösbare Problem»

Dass der Hunger ausgemerzt werden kann, glaubt auch Bundesrat Ignazio Cassis (57). Im Frühling sagte er an der Jahreskonferenz der Humanitären Hilfe: „Hunger ist das grösste lösbare Problem.» Eine dauerhafte Lösung bedinge vor allem Frieden. Dem trage der „umfassende Ansatz der Schweizer Aussen- und Innenpolitik Rechnung».

Source:: Blick.ch – Ausland

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