125-jähriges Bestehen: Münchner Philharmoniker feiern mit Mahler

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In seinem Antrittsjahr 2015 in München hatte es der russische Maestro noch höchstpersönlich auf die Wiesn geschafft.

Sein jovialer Auftritt in zünftiger Lederhose auf dem Oktoberfest war gut fürs Image, war Waleri Gergijews Einstand als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker doch von heftigen Dissonanzen begleitet. In einer denkwürdigen Pressekonferenz musste er sich für seine Unterstützung von Wladimir Putins expansiver Außenpolitik und für von Kritikern als respektlos empfundene Äußerungen zur Homosexualität rechtfertigen.

Dieses Jahr ließ sich nur der Philharmoniker-Intendant Paul Müller auf der Wiesn ablichten, bei der Fahrt im Autoscooter durfte ihn die „Abendzeitung» begleiten. Dabei sprach Müller im Plauderton vor allem über die laufende Jubiläumssaison, die am Samstag (13.10) mit der Aufführung von Gustav Mahlers alle Dimensionen sprengenden 8. Symphonie („Symphonie der Tausend») in der Philharmonie im Gasteig ihren Höhepunkt erreicht. Anschließend gibt es zum 125-jährigen Bestehen noch einen festlichen Empfang.

Nach seinem auch musikalisch zuweilen holprigen Start ist Gergijew in München und bei den Philharmonikern angekommen. Die Musiker haben gelernt, die zittrige Zeichengebung des Maestros zu lesen und Gergijew lässt sich immer bereitwilliger auf deren spezifischen Klang ein, der vor allem in den Symphonien Anton Bruckners zum Tragen kommt. Der Bruckner-Schüler Ferdinand Löwe hatte die Bruckner-Tradition des Orchesters unter anderem mit der Münchner Erstaufführung seiner 5. Symphonie begründet. Seit Sergiu Celibidaches legendären Klangwundern gelten die Münchner Philharmoniker als Bruckner-Orchester schlechthin.

Doch auch mit der Musik Gustav Mahlers kennen sich die Philharmoniker, von ihren Fans liebevoll „Philis» genannt, bestens aus. Gegründet 1893 als Privatinitiative unter dem Namen „Kaim-Orchester» – Franz Kaim war der kunstsinnige Sohn eines Münchner Klavierfabrikanten – erspielte sich der Klangkörper innerhalb weniger Jahre einen solchen Ruf, dass Gustav Mahler ihm 1901 und 1910 – unter eigener Leitung – die Uraufführungen seiner

Source:: Stern – Kultur

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