AfD-Mann zieht über Homosexuelle her – SPD-Politiker Kahrs verliert Fassung

By HuffPost / lp

Im Video oben seht ihr die Rede und die Reaktion von Johannes Kahrs.

Die AfD ist eine paradoxe Partei.

Nicht nur klaffen das Image der Partei “des kleinen Mannes” und das immer noch in weiten Teilen wirtschaftsliberale Programm der AfD weiter auseinander.

Auch haben es die Rechtspopulisten am Donnerstag geschafft, sich innerhalb weniger Stunden ganz erheblich zu widersprechen.

Am Vormittag präsentierte die Partei einen Antrag, in dem sie die Bundesregierung aufforderte, die Verbreitung grundgesetzfeindlicher islamischer Inhalte zu verbieten – und wies auf die Homophobie der Religion hin.

Keine zwölf Stunden später – am Abend – präsentierte die AfD einen Antrag, mit dem sie die Homo-Ehe wieder abschaffen wollte. Mehrere AfD-Redner waren sich dabei nicht zu schade, selbst homophobe Töne anzuschlagen.

Das LGBT-Magazin “Queer” kürte den Redebeitrag des Politikers Thomas Ehrhorn gar zur “bislang homophobsten Rede im Bundestag”.

Die AfD liefert ihre bislang homophobste Rede im Bundestag abhttps://t.co/TXX8pR8ubh

— queer.de (@queer_de) October 12, 2018

Ehrhorn spricht von “Geisteskrankheit” und “Volkstod”

Ehrhorn, 59 Jahre alt und aus Helmstedt, gründete seine Unterstützung für den Antrag auf biologistische Argumente, wie man sie eher im frühen 20. als im 21. Jahrhundert erwartet hätte.

“Gesunde Gesellschaften” würden den “eigenen Fortbestand” anstreben, sagte Ehrhorn. Inwieweit die Möglichkeit von Homosexuellen, zu heiraten und einfacher Kinder zu adoptieren, dem Fortbestand der Gesellschaft abträglich ist, erklärte er dabei nicht.

Stattdessen sagte der AfD-Mann: “Die Hoffnung auf den Volkstod zumindest ist weltweit einzigartig” und implizierte damit, dass die Homo-Ehe diesen Volkstod zumindest beschleunigt.

Weiter polterte er: “Vielleicht müssen wir uns fragen, ob wir es hier mit dem Vorboten einer degenerativen Geisteskrankheit zu tun haben.”

An den schwulen SPD-Politiker Johannes Kahrs gerichtet, sagte Ehrhorn: “Verschonen Sie uns bitte jetzt und in Zukunft mit diesem wirklich

Source:: The Huffington Post – Germany

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