Atifete B. (44) verklagt ihre Frauenärztin: Sie will eine Million für ihre kranke Tochter

By Gabriela Battaglia

BERN –
Die Tochter (11) von Atifete B. (44) hat Cystische Fibrose. Die Gefahr einer Erkrankung stand schon während der Schwangerschaft im Raum. Der schwere Vorwurf der Mutter: Die Frauenärztin habe einen Test verweigert.

Atifete B.* (44) sitzt am Tisch in ihrem Wohnzimmer in Jegenstorf BE. Die Schweizerin, die ursprünglich aus dem Kosovo kommt, sorgt zurzeit für einen speziellen Justizfall in Bern. Die zweifache Mutter fordert von ihrer Frauenärztin Schadenersatz, weil ihre Tochter (11) Cystische Fibrose hat. Auch der Sohn (17) von Atifete B. leidet an dieser Erbkrankheit.

„Ich sagte der Ärztin sicher 100 Mal, dass ich das Kind nicht wolle, falls es krank ist», sagt die Mutter. Ihre Augen füllen sich mit Tränen: „Sie machte aber keine vorgeburtliche Untersuchung. Sie entnahm kein Fruchtwasser aus meinem Bauch, um zu testen, ob mein zweites Kind die Erbkrankheit auch hat.»

Die Ärztin habe argumentiert, so ein Test koste Geld. „Sie sagte, sie sehe beim Ultraschall schon, ob das Kind krank sei», sagt die Mutter. Und erinnert sich: „Wenn das Baby bleich sei, würde sie wissen, dass es krank ist.»

Erste Anzeichen direkt nach der Geburt

Sie habe damals von Sozialhilfe gelebt, so Atifete B. – und sagt dann ganz klar: „Wenn ich gewusst hätte, dass meine Tochter die gleiche Krankheit wie mein Sohn hat, hätte ich abgetrieben.» Sie habe sich dann so gefreut, dass ihr ungeborenes Kind laut der Ärztin gesund sei. „Ich erzählte das überall herum. Alle freuten sich für mich.»

Doch nach der Geburt ihrer Tochter wurde sie stutzig. „Das Baby trank nicht gut, hatte Durchfall und erbrach sich dauernd.» Im Geburtsspital in Bern habe man ihr versichert, das Baby sei gesund. „Zu Hause gingen die Probleme weiter. Mein Baby verlor an Gewicht und erbrach sich

Source:: Blick.ch – Schweiz

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