Banksy: Geschreddertes Bild ist offiziell neues Kunstwerk

By michael.huber@kurier.at (Michael Huber)

Die Käuferin will das Bild, das jetzt „Love is in the Bin“ heißt, weiterhin haben

Das Bild eines Mädchens mit Ballon, das am 5. Oktober bei Sotheby’s in London versteigert wurde und nach dem Zuschlag durch einen im Rahmen eingebauten Schredder gezogen wurde, wird zweifellos als großartige Darstellung des Wertsteigerungspotenzials des Kunstmarkts in die Geschichte eingehen. Dass Sotheby’s am Donnerstagsbend verkündete, dass die anonyme Käuferin, die bei der Auktion 1,04 Millionen Pfund (1,19 Mio. Euro) für das Werk des subversiven Künstlers


Banksy
bezahlt hatte, das Bild weiterhin haben wollte, konnte nicht überraschen: Das Werk hat seinen Wert durch die weltweit publizierte „Selbstzerstörung“ vermutlich vervielfacht.

Ein Stück Kunstgeschichte


Sotheby’s
betonte auch, dass die Einrichtung „Pest Control“ (wörtlich „Schädlingsbekämpfung“), die Werke des mysteriösen Künstlers authentifiziert, ein Zertifikat ausgestellt habe. Das Schredder-Bild heiße jetzt „Love is in the Bin“ („Die Liebe ist im Mistkübel“) und sei „das erste Kunstwerk, das live während einer Auktion geschaffen wurde“. Die Käuferin wurde mit dem Satz zitiert: „Als das Werk geschreddert wurde, war ich zunächst geschockt, doch allmählich fing ich an zu realisieren, dass ich an mein eigenes Stück Kunstgeschichte gelangt war.“

Sotheby’s

Das Auktionshaus, das das Bild am Samstag und Sonntag der Öffentlichkeit zugänglich machen will, erklärte in einer Aussendung auch, dass es sich glücklich schätze, auf die „lange und erlesene Liste“ der Institutionen aufgenommen worden zu sein, die vom Künstler veräppelt wurden. Bisher hatte Banksy unter anderem im Louvre oder der Tate Aktionen gesetzt, bei denen er etwa seine eigenen Werke zwischen Museumsstücke hängte. Das British Museum hat kürzlich jene falsche Steinzeit-Malerei, die Banksy einst im Museum platzierte, offiziell in seine Sammlung aufgenommen.

Wer vereinnahmt wen?

Die Schredder-Aktion vor diesem Hintergrund als eine Anklage des bösen, bösen

Source:: Kurier.at – Kultur

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