Buchkritik: Dennis Lehane und „Der Abgrund in dir“

By peter.pisa@kurier.at (Peter Pisa)

Kriminalroman in zwei Teilen: Suche nach dem Vater, der wie ein Blitz roch – und ein lieber Ehemann zum Erschießen

Der deutsche Titel ist nicht als gelungen zu bezeichnen: „Der Abgrund in dir“.
Passt fast immer. Jeder Roman ist voller Abgründe – vielleicht Pippi Langstrumpf ausgenommen.
Der Originaltitel „Since we fell“ (= Seit wir einander verfallen sind) wurde vom Jazzstandard „Since I Fell for You“ aus 1947, gesungen von Lenny Welch, Dinah Washington, Nina Simone, Van Morrison … inspiriert.
Seit Präsident Bill Clinton beim Aussteigen aus der Air Force One


Dennis Lehanes
Buch „Prayers for Rain“ in der Hand hielt, ist der Autor berühmt. Alexander van der Bellen liest ihn ebenfalls mit Begeisterung. Fünf Romane wurden bisher verfilmt. zuletzt „Live by Night“ (In der Nacht) von und mit Ben Affleck. Die Filmrechte für „Der Abgrund in dir“ sind bereits verkauft, leider gibt es Hitchcock nicht mehr.

Vatersuche

Lehane – Bild oben vor Filmplakat – ist Fan des Schauspielers


James Cagney
(1986), einer der großen alten Gangsterdarsteller. Vielleicht schreibt er deshalb über Mafia, Korruption und dass niemand dem Vergangenen entkommen kann.
Das passt auch im aktuellen Buch. Sonst ist es untypisch, weil erstmals aus der Sicht einer Frau erzählt wird. Und der Roman fällt in zwei Teile, bei denen man sich fragt, wie das passt:
Eine Frau erschießt ihren Ehemann. Sekunden vor dem Schuss würde sie sagen: Ich liebe dich. Und er würde, während er blutend ins Meer fällt, sagen: Ich liebe dich.
Schnitt, erst später wird Lehane darauf zurückkommen, sehr spannend wird das. Aber vorher sucht diese Frau ihren Vater. Mutter hat seinen Namen nicht verraten, sie hat nur gesagt,

Source:: Kurier.at – Kultur

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