Diesel-Skandal: Thomas Peckruhn kämpft für schnelle Nachrüstung älterer Fahrzeuge

Im blauen Anzug steht Thomas Peckruhn unter einem aufgebockten Skoda Octavia. Im Unterboden des Diesel-Fahrzeuges klafft entlang der Abgasleitung ein Loch. „Sehen Sie, hier ist ausreichend Platz, um einen SCR-Kat einzubauen“, sagt der Besitzer des Autohauses Liebe in Halle.

Das Kürzel SCR bezeichnet eine Technik zur Reduktion von giftigen Stickoxiden in Abgasen. Solche Systeme werden in Müllverbrennungsanlagen oder Gasturbinen eingesetzt und nun auch in Diesel-Fahrzeugen.

Der Vizepräsident des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe hält es für machbar, damit hunderttausende ältere Diesel-Fahrzeuge nachzurüsten. „Dann können wir uns die ganzen Diskussionen um Fahrverbote sparen“, sagt Peckruhn. Die drohen bereits in Ballungszentren wie Stuttgart, Frankfurt und Berlin.

Der 55-Jährige ist von Beruf Automechaniker. Sein Großvater Otto Liebe gründete 1954 eine Kfz-Werkstatt in Sangerhausen, die sein Vater übernahm. Nach der Wende eröffnete die Familie ihr erstes Autohaus. Heute zählt das Unternehmen mit acht Standorten zu den großen Skoda-Händlern Deutschlands.

Als die Abgastest-Manipulationen von VW im Herbst 2015 bekanntwurden, riefen bei Peckruhn besorgte Kunden an. Der Auto-Experte begann, sich mit dem Thema zu beschäftigen, schließlich ist Skoda eine Marke des VW-Konzerns. Heute sagt er: „Viele Hersteller haben nicht nur betrogen, sie verschleppen teilweise auch die Lösung des Problems.“

Umrüstung eines Diesel Euro 5: Harnstoff-Tank im Kofferraum

Peckruhns Worte haben Gewicht, schließlich ist er in der Führung des Kfz-Branchenverbands tätig. Fast jedes Dieselfahrzeug könne mit einer Reinigungsanlage nachgerüstet werden, sagt er. Die…Lesen Sie den ganzen Artikel bei mz-web

Source:: MZ – Wirtschaft

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