Doping in Österreich: 10 Jahre nach dem Fall Bernhard Kohl

By florian.plavec@kurier.at (Florian Plavec)

Doper und Jäger wurden professioneller, und das Betrügen ist heute schwerer als früher.

Im Juli 2008 kehrte


Bernhard Kohl
als umjubelter Dritter der Tour de France und als Gewinner des Bergtrikots nach Österreich zurück. Am 13. Oktober 2008 meldete die L‘ Équipe, dass Kohl positiv auf das EPO-Dopingmittel CERA getestet worden war. In der Folge legte der damals 26-Jährige ein umfassendes Geständnis ab und gab zu, jahrelang auch Blutdoping praktiziert zu haben. Die Karriere des damaligen Gerolsteiner-Profis war beendet.

Wird heute noch immer hemmungslos gedopt? Oder haben es die Betrüger mittlerweile schwerer? Michael Cepic, der Geschäftsführer der


NADA
(Nationale Anti-Doping-Agentur), und der KURIER beantworten offene Fragen.

Kurier/Gerhard Deutsch

Das gepunktete Trikot der Tour de France 2008 und Kohls Startnummer

Wie viele Doping-Kontrollen gibt es pro Jahr in


Österreich
?

Auf Initiative und Kosten der NADA Austria wurden 2017 genau 2193 Dopingproben gezogen, davon waren 572 Blutproben.

Wie viele Dopingfälle gibt es pro Jahr in Österreich?

Es gibt jährlich zwischen zehn und 15 Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen. Dazu zählen auch verweigerte Tests oder Dopingfunde durch die Polizei nach Hausdurchsuchungen oder aufgrund von Aufgriffen durch den Zoll.

In welchen Sportarten wird am meisten getestet?

Bei den Out-of-Competition-Kontrollen wurde im Vorjahr am häufigsten beim Ski nordisch (inkl. Biathlon und Skibergsteigen) kontrolliert, insgesamt 229 Mal. Es folgen Fußball (224), Radsport (153), Ski alpin (inkl. Snowboard, Freestyle und Skicross/136), Eishockey (115) und Leichtathletik (78). Bei In-Competition-Kontrollen führt der Pferdesport (140) vor Radsport (53) und Fußball (42).

Was sind aktuell die Herausforderungen für die Doping-Jäger?

Die Zusammenarbeit mit der Polizei (die etwa Hausdurchsuchungen durchführen kann) funktioniert seit dem Anti-Doping-Bundesgesetz deutlich besser. „Wir müssen unser Niveau mindestens im gleichen Ausmaß steigern wie die Gegenseite“,

Source:: Kurier.at – Sport

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.