Jemand beobachtet euch womöglich im Internet, warnt ein Hauptkommissar des LKA

By Marleen van de Camp

Hauptkommissar Stefan Middendorf vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg

Früher ließen sich die Leute von E-Mails über angebliche Erbschaften, hilfesuchende Witwen oder bahnbrechende Geschäftsideen völlig Fremder hinters Licht führen.
Das hat sich grundlegend geändert.

„Jeder weiß, dass E-Mails mit unbekanntem Absender gefährlich sind. Darum würden die wenigsten den Anhang einer solchen Mail öffnen, oder darin einen Link anklicken“, sagt Hauptkommissar Stefan Middendorf vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg.

„Doch das ist vielen Betrügern mittlerweile auch klar. Darum haben sie geschickte Methoden entwickelt, durch die der Spam, den sie verschicken, auch auf den zweiten Blick nur sehr schwer als solcher erkennbar ist.“

Die kommenden Wochen sind besonders gefährlich

„Einer ihrer Tricks wird in den kommenden Wochen wieder verstärkt auftreten, weil die Vorweihnachtszeit beginnt“, sagt Middendorf. „Da viel mehr als in anderen Monaten online bestellt wird, häufen sich in euren Postfächern die Versandmitteilungen verschiedener Logistik-Unternehmen. In der Masse dieser Mails geht eine mit betrügerischer Absicht gesendete leicht unter.“

Versandmitteilungen bieten immer die Möglichkeit zur Sendungs-Verfolgung. Darum sind sie ideal für Kriminelle. Die Seite der Logistikanbieter wird perfekt gefälscht und unter dem Button für die Sendungs-Verfolgung wird etwas ganz Anderes versteckt. Entweder wird man auf eine falsche Webseite geleitet, oder es wird im Hintergrund unbemerkt Schadsoftware heruntergeladen.

„Sich davor zu schützen, ist etwas mühsam“, sagt der Hauptkommissar. „Darum verzichten viele darauf — und bereuen es später.“

Der Experte für Online-Kriminalität empfiehlt, bevor ihr auf die Sendungsverfolgung klickt, die folgenden Punkte kurz zu prüfen: Habt ihr wirklich gerade bei dem genannten Online-Shop etwas bestellt? Decken sich Versand- und Artikelnummer mit eurer Bestellung? Ist die Absenderadresse wirklich die des Versandunternehmens?

Dazu geht ihr am besten unabhängig von der E-Mail auf die Seite des Logistikanbieters, schaut euch die dort hinterlegten Kontaktinformationen an und gebt die Daten aus der Mail ein.

Das Opfer wähnt sich in falscher Sicherheit

„Früher war es ein Zeichen von Spam, wenn man in der Nachricht nicht namentlich angesprochen wurde, sondern

Source:: Business Insider.de

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