Mit einer völligen Sortimentsumstellung will Lidl neue Kunden anlocken

By Lena Anzenhofer

Bei Lidl sollen Nivea-Produkte zurück ins Sortiment kommen.

Überraschung beim Discounter: Lidl stellt das Sortiment aus seinen 200 Bio-Produkten nach und nach auf Ware von Bioland um. Bis Januar 2019 soll bereits ein Viertel besagter Artikel ersetzt worden sein. Das berichtet die „Lebensmittelzeitung“.

Lidl ändert damit seine Verkaufsstrategie. Statt nur auf Preiswettbewerb zu setzen, definiert sich der Discounter über die Qualität und Bedeutsamkeit, die es mit seinem neuen Produktsortiment ausdrückt. Das Bewusstsein der Kunden um Nachhaltigkeit und den Prinzipien, die hinter Bio-Produkten stecken, habe sich im Laufe der Zeit intensiviert. Das EU-Biosiegel sei ihnen nicht mehr genug; es herrsche außerdem Skepsis gegenüber Produkten, die nicht regional angebaut werden, sagt Lidl-Einkaufsleiter Jan Bock. Deswegen habe Lidl die Kooperation mit dem führenden Verband für ökologischen Landbau in Deutschland angestrebt und die Hürde eines ernsthaften Gesprächs genommen. Laut Bioland-Präsident Jan Plagge hätten es bin dahin nur wenige Unternehmen geschafft.

„Wir haben gemerkt, dass es Lidl es ernst ist“, sagt er im gemeinsamen Interview mit der „Lebensmittelzeitung“. „Es identifiziert sich mit den Prinzipien und Werten, was sich im Vertrag niederschlägt.“ Bioland setze auf die vielen kleinen Familienbetriebe unter den über 7.300 Lebensmittelherstellern, die für Bioland und unter seinen strengen Kriterien produzieren und die es zu schützen gelte. Die hohe Glaubwürdigkeit sei der ausschlaggebende Grund dafür, warum Lidl die Zusammenarbeit mit Bioland so wichtig ist: Eine Herabsetzung der Standards schließen sowohl Plagge als auch Bock aus.

„Bio“ als Siegel für Ethik- und Qualitätsstandards

Bioland versteht sich als Wertegemeinschaft zum Wohl für Mensch und Umwelt. Hinter seinem Siegel steckt das Bekenntnis zum Einsatz zur Erhaltung von Biodiversität, einer ökologisch nachhaltigen Produktion und einem Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Dazu zählen unter anderem der Ausschluss von Gentechnik, die Produktion abseits von Schadstoffen angereichter Umgebung, die Nutzung erneuerbarer Energien, faire Entlohnung für die Erzeuger und eine

Source:: Business Insider.de

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