Ultra-religiöses Radio sendet SRG-Inhalte: SRF kooperiert mit Sender von Sex-Verbrecher

By Petar Marjanovic

Die SRG kündigte an, mit privaten Radiosendern kooperieren zu wollen. Sie wählte zwei Partner. Einer davon ist ein ultra-christlicher Sender, der von einem Sexualstraftäter betrieben wird.

Die Medienmitteilung, die das Leutschenbach am Donnerstagabend verschickt hatte, wirkte unscheinbar: SRG teilte mit, dass man mit zwei Privatradiosendern zwei Kooperationen eingegangen sei. Man löse damit ein Versprechen aus der No-Billag-Abstimmung ein.

Einer „Gewinner» dieser Partnerschaft hat eine dunkle Vergangenheit: Der Radiosender Freundes-Dienst Schweiz wird unter anderem vom Sex-Verbrecher Josef Schmid geleitet. SonntagsBlick machte vor über 16 Jahren publik, dass er sich mehrfach an Männer, Frauen und an Jugendliche vergriff. Er wurde 1967 bereits zu 4,5 Jahren Zuchthaus verurteilt, 2003 gabs eine weitere Freiheitsstrafe von einem Jahr, ebenfalls wegen sexuellen Übergriffen mit „abhängigen Unmündigen».

Auf der Webseite präsentiert sich Schmid heute fromm als „Evangelist». Zusammen mit seinem Sohn Samuel sendet er Sendungen wie „Durch die Bibel» (Neues und Altes Testament) oder die Predigt „Quelle des Lebens» aus. Homo-Ehe? Ist eine „Pervertierung der Gesetze». Die Evolutionslehre? Eine „satanische Lüge». Dazwischen gibts „gute geistliche Musik», und bald jeweils zur vollen Stunde die Nachrichten von Schweizer Radio SRF.

Radiosender muss SRF-Quelle angeben

Diese Kooperation überraschte am Donnerstag nicht wenige. Die SRG erklärte auf Anfrage, dass man vor einem Jahr den privaten Radioveranstaltern angeboten hat, die stündlichen Radionachrichtensendungen zeitgleich, integral und mit Quellenangabe übernehmen zu können.

Bewerben durften sich nur Schweizer Programme, die beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) angemeldet wurden und sich ans Schweizer Recht halten. Der Sender musste sich verpflichten, unmittelbar vor der Nachrichten-Sendung eine wörtlich ausgehandelten Satz zu erwähnen, um die Radiohörer darauf hinzuweisen, von wem die Nachrichten sind.

SRG „freut sich» über die Kooperation

Eine weitere Vorgabe: Der Sender muss die Menschenwürde beachten, dürfen niemanden diskriminieren, keinen Rassenhass verbreiten und auch nicht die „öffentliche Sittlichkeit» gefährden. Laut SRG-Sprecher Edi Estermann habe Radio Freundes-Dienst diese Vorgabe

Source:: Blick.ch – Schweiz

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.