Verschwundener Journalist: Jamal Khashoggi ist für Trump ein ärgerlicher Zwischenfall

Der Präsident war seltsam wortkarg. „Wir mögen das nicht“, sagte Donald Trump: „Ich mag das nicht. Nicht gut“, antwortete er in einem Fernsehinterview verdruckst auf die Frage nach dem mysteriösen Verschwinden des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. Tagelang hatte Trump den mutmaßlichen Mord ignoriert und die Beziehungen zu Riad als „exzellent“ gepriesen. Als es am Donnerstag gar nicht mehr anders ging, sprach er von einer „furchtbaren Sache“, ohne eine politische Verantwortung anzusprechen.

Dass der Milliardär die schockierende Affäre nicht mag, kann man ihm ausnahmsweise ohne Zögern glauben. Als Bau- und Hotelunternehmer macht Trump seit fast 30 Jahren glänzende Geschäfte mit saudischen Scheichs. Das Wüsten-Königreich war Ziel seiner ersten Auslandsreise als Präsident im Frühjahr 2017. Die Monarchie spielt eine Schlüsselrolle im israelisch-palästinensischen Friedensplan von Schwiegersohn Jared Kushner. Und nun besteht der Verdacht, dass die Regierung von Saudi-Arabien den Regimekritiker Khashoggi im Konsulat in Istanbul verhören, foltern und töten ließ.

In Washington ruft die Affäre ein gespaltenes Echo hervor. Immerhin lebte der 59-Jährige bis zu seinem Verschwinden im US-Bundesstaat Virginia und arbeitete als Kolumnist der Washington Post. Während die Medien und auch führende Mitglieder des Kongresses geschockt und empört sind, spielt die Regierung erkennbar auf Zeit. Kushner und Sicherheitsberater John Bolton telefonierten am…Lesen Sie den ganzen Artikel bei mz-web

Source:: MZ – Politik

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