Visegrad-Staaten fordern mehr Solidarität in der EU

Der Vorsitzender der Visegrad-Staaten betont gleichzeitig die Ablehnung von Quoten zur Flüchtlingsverteilung.

Die Präsidenten der vier Visegrad-Staaten (V4) haben sich für mehr
Solidarität und gegenseitiges Verständnis innerhalb der

Europäischen Union

ausgesprochen.

„Diskussionen über eine Teilung Europas in ein altes und neues oder eine EU
der zwei Geschwindigkeiten – so stellen wir uns nicht die Zukunft der EU
vor“, sagte der slowakische Staatspräsident

Andrej Kiska
als Gastgeber zum
Abschluss des zweitägigen Treffens am Freitag im Touristenort Strbske Pleso
in der Hohen Tatra. Die Slowakei führt derzeit den jeweils im Juli für ein
Jahr wechselnden Vorsitz in der Gruppe, zu der auch Polen, Ungarn und
Tschechien gehören.

Der tschechische Präsident

Milos Zeman
bekräftigte die Ablehnung der V4
gegen EU-Quoten zur Aufteilung von Flüchtlingen. Es sei viel sinnvoller,
die Migranten in ihren Herkunftsländern zu unterstützen, etwa jetzt beim
Wiederaufbau Syriens, erklärte Zeman. Alle vier Staatsoberhäupter waren
sich einig, dass die EU einen verstärkten Schutz ihrer gemeinsamen
Außengrenzen anstelle von Binnenkontrollen brauche.

Gerade die Ablehnung von Flüchtlingen hat den V4-Ländern den Vorwurf
mangelnder

Solidarität
eingetragen. Polens Staatschef Andrzej Duda warf nun
hingegen der EU mangelnde Solidarität in anderen wichtigen Fragen vor. Die
Bürger wünschten sich nach seinen Worten die EU als „echte Gemeinschaft“
mit Solidarität, Interessenausgleich zwischen den Mitgliedern, aber auch
gegenseitigem Verständnis für die jeweiligen Ängste und Bedürfnisse. „Und
das ist etwas, das der EU derzeit klar fehlt“, beklagte Duda.

Source:: Kurier.at – Politik

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