Nach Auschwitz-Besuch: Kollegah: „Der Holocaust hat im Rap nichts zu suchen“

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Herr Blume, Sie sind bekannt als skandalumwitterter Rapper Kollegah, nun berichten Sie in einem Buch von den Vorzügen der Meditation und gesunder Ernährung, und Sie warnen vor Drogen. Was ist passiert?

Die Texte meiner Rap-Songs waren oft hart, asozial und beleidigend. So funktioniert das im Battle-Rap, wo man sich gegenseitig mit heftigsten Beleidigungen duelliert. Aber dieses Buch ist etwas anderes. Darin spricht Felix Blume. Der Mensch hinter dem Künstler Kollegah.

Nun kommt auf den 256 Seiten des Buches der Musikpreis „Echo“ gar nicht vor. Der Skandal, den Sie dort erzeugten, sowie der Song, in dem Sie mit Ihrem Kollegen Farid Bang von Körpern rappten, die „definierter als Auschwitz-Insassen“ seien.

Nein, weil es um diesen einen Song nicht geht. Alle Menschen, die an dem Album und an dem Lied mitgearbeitet haben und die nicht gegen diese Zeile protestiert haben, sind mitverantwortlich. Da wollen wir uns gar nicht rausreden. Deshalb haben wir uns dafür auch entschuldigt. Wir haben eingesehen, dass das echt verletzend sein kann.

Sie haben sich lange überhaupt nicht zu den heftigen Vorwürfen geäußert. Wie sehr hat es Sie trotzdem getroffen?

Von der Mehrheit der Medien wurde ich nach dem „Echo“-Skandal zum Inbegriff des Bösen gestempelt. Es wurde öffentlich darüber verhandelt, ob ich und mein Rap-Kollege Farid Bang Antisemiten seien. Natürlich trifft einen das, weil es nicht stimmt. Und wir wurden vom Boulevard als „Dumm und Dümmer“ verhöhnt. Es nahm mich mit, dass meine Mutter ihren eigenen Sohn so dargestellt in den Medien sehen musste.

Sie haben diese Vorwürfe selbst provoziert. Von Ihnen stammt auch der Rap-Vers: „Mache mal wieder ’nen Holocaust“.

Deshalb ist gerade alles, was von mir kommt – ob Musik oder jetzt das Buch – unter strenger Beobachtung. Obwohl wir uns längst für diese Zeilen entschuldigt hatten, weil sie verletzend waren.

Wie wurde Ihnen das bewusst?

Auch durch meinen Besuch in Auschwitz, der mich sehr verändert

Source:: Stern – Kultur

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