Trump könnte am Dienstag den Albtraum der Demokraten wahrmachen und Obama wäre nicht ganz unschuldig

By Andreas Baumer

Donald Trump bei einem Wahlkampfauftritt im konservativen Bundesstaat Tennessee.

Wenn die Demokraten am Dienstagabend wider alle Erwartungen die Mehrheit im Senat erobern sollten, dann wäre das nicht der Erfolg ultraliberaler Anti-Trump-Marktschreier wie Bernie Sanders. Dann müssten sie sich bei einer Spezies Politiker bedanken, die im tief gespaltenen Amerika immer seltener vorkommt: bei moderaten, ja in Teilen konservativen Demokraten. Bei Politikern, die zwar für mehr Sozialstaat sind, aber nicht gleich alles schlecht finden, was Republikaner wollen. Die das meiste, was US-Präsident Donald Trump so hinausbläst, auch nicht gut finden, und dennoch nicht gleich Fundamentalopposition gegen alles machen wollen, was nach Trump riecht. Die auch mal für einen Trump-Richterkandidaten stimmen. Die sich auch mal zu Gesprächen ins Weiße Haus einladen lassen.

Genau auf diese Art Politiker hat es Trump im Schlussakt seiner Hass- und Angstkampagne abgesehen. Es sind ja keine demokratischen Staaten, in denen sich der US-Präsident in den vergangenen Tagen herumtrieb. Die Republikaner dort müssen eher darauf achten, dass sie möglichst viele Kilometer zwischen sich und dem vergleichsweise unpopulären Chef im Weißen Haus lassen. So unpopulär ist Trump dort.

Trump macht in tiefkonservativen Staaten Wahlkampf

Es sind auch kaum Staaten dabei, in denen Trump 2016 denkbar knapp siegte. Um Michigan etwa, das der US-Präsident mit mickrigen 10.000 Stimmen Vorsprung gewann, machte er diesen Herbst einen großen Bogen. Zu weit vorn scheinen demokratische Kandidaten im Senats- und Gouverneursrennen zu sein.

Es sind vor allem konservative Staaten, die Trump vor zwei Jahren mit großem Vorsprung holte, die Teil seiner Tour sind: Montana, Indiana, Missouri. Sie werden 2020 aller Voraussicht nach kein Schauplatz sein, wenn es um Trumps Wiederwahl geht. Dafür sind sie schlicht zu konservativ. Sie könnten jetzt aber Trumps Macht begrenzen. Oder jedoch die mithin letzten Demokraten aus dem Amt werfen, die zumindest einen Hauch von Überparteilichkeit bewahrt haben. Ganz unschuldig wäre dann

Source:: Business Insider.de

(Visited 2 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.