Tag X bei den Metallern: Worum es heute geht

By anita.staudacher@kurier.at (Anita Staudacher)

Einigung oder Streik, das ist hier die Frage. Die Zeichen stehen eher auf Letzteres.

Eine Annäherung sieht anders aus: Vor der fünften, streikentscheidenden Verhandlungsrunde zu den Metallerlöhnen heute, Donnerstag ab 13 Uhr, deutet nichts auf eine Einigung hin.Im Gegenteil. Die Gewerkschaft erhöhte diese Woche mit 350 Betriebsversammlungen den Druck auf die Arbeitgeberseite. Diese reagierte am Mittwoch mit harten Worten.


Christian Knill
, Obmann der Metalltechnischen Industrie, warf der Gewerkschaft Populismus, Halbwahrheiten und Verdrehungen vor.

Verhandelt werde heute, Donnerstag ausschließlich der Kollektivvertrag für die 192.000 Beschäftigten in der Metalltechnische Industrie, betonte er. Die so genannte „Metallerrunde“ sei schon seit sechs Jahren Geschichte , es gebe daher auch keinen Metaller-KV. Knill kritisierte, dass die Betriebsversammlungen in Unternehmen gegeben, für die man gar nicht verhandle. Es sei „unprofessionell und unseriös“, die Metalltechnische Industrie da als Prellbock herzunehmen.

Die Verhandlungen finden heute auf neutralen Ort im Hotel Vienna Danube am Wiener Handelskai statt. Es wird mit einer Marathonsitzung gerechnet. Die wichtigsten Streitpunkte sind:

Die Knackpunkte

– Lohnerhöhung: Hier liegen die Verhandler meilenwert entfernt. Die Arbeitnehmervertreter beharren seit der ersten Runde auf 5 Prozent oder mindestens 100 Euro im Monat mehr Lohn. Die Arbeitgeber boten bisher 2 Prozent Inflationsausgleich plus einen Anteil an der Produktivitätssteigerung, die sie mit 0,7 Prozent taxieren.

– Arbeitszeit: Hier hat die Gewerkschaft gleich ein Bündel an Forderungen aufgestellt. Sie will etwa höhere Zuschläge und bezahlte Pausen bei langen Arbeitszeiten sowie ein


Kündigungsschutz
für jene, die Arbeitszeiten von täglich zwölf Stunden oder 60 Stunden pro Woche ablehnen, aufrecht. Die Arbeitgeber wollen nichts von alledem hören, fühlen sich gar nicht zuständig und verweisen auf die Regierung. Sie wollen lieber den Kollektivvertrag modernisieren. Unter dem Stichwort „KV 4.0“ soll der Kollektivverträge von Arbeitern und Angestellten zu einem „Beschäftigten-KV“ zusammengeführt werden. Dazu soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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