Boateng machte schon als Jugendlicher Erfahrungen mit Rassismus

„Verpiss dich in dein Land!“ oder „Scheißneger!“ hörte der Bayern-Star die Menschen aus dem Publikum rufen.

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Jérôme

Boateng
hat in seinem neuen Lifestyle-Magazin Boa von persönlichen Erfahrungen mit Rassismus berichtet. „Wie viele Fußballer“ habe er „leider recht viele“ Erfahrungen mit Rassismus gemacht, sagte Boateng. „Wenn ich mich am Rand des Spielfeldes warm mache, höre ich öfter, wie Zuschauer Affenlaute von der Tribüne brüllen, obwohl ich für Deutschland so viele Spiele bestritten habe“, sagte der 30-Jährige, der 2014 mit Deutschland Weltmeister wurde. „Oder sie rufen Sachen wie „Verpiss dich in dein Land!“ oder „Scheißneger!““.

Bereits in seiner Zeit als Jugendfußballer sei er aufgrund seiner Hautfarbe angefeindet worden. Er erinnere sich noch an ein Cup-Spiel bei einem Berliner Stadtteil-Klub. „Da ist der Vater
eines Gegenspielers auf unsere Seite gekommen, hat mich die ganze Zeit beleidigt und seinem Sohn zugerufen: „Mach den fertig, den Scheiß-Nigger.“ Irgendwann hab ich angefangen zu heulen.“

Mit seinen siebenjährigen Töchtern müsse Boateng bald über das Thema Rassismus sprechen, sagte er. An manche Orte in

Deutschland
würde er seine Töchter nicht lassen, erklärte Boateng.

Der Abwehrspieler des FC Bayern München äußerte sich auch zum Umgang mit der Debatte um den mittlerweile zurückgetretenen Nationalspieler

Mesut Özil
während der WM. „Nach dem Turnier erst wurde mir klar, dass wir im Team viel mehr für Mesut hätten tun und uns öffentlich für ihn stark machen können“, sagte Boateng. „Es ist schade, dass es dazu nicht gekommen ist.“

Özil hatte seinen Rückzug aus der

DFB-Elf
unter anderem damit erklärt, dass er sich im Zuge der Affäre um seine Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep

Source:: Kurier.at – Sport

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.