Bundesheer-Oberst soll für Russland spioniert haben – Justiz ermittelt

Ein inzwischen pensionierter Bundesheer-Oberst, der vor kurzem noch aktiv war, soll für Russland spioniert haben.

Spionage. Alarmstimmung herrschte am Donnerstag am späten Abend in der


Bundesregierung
.

Vizekanzler Heinz-Christian Strache wurde während eines Abendessens mit Journalisten von einem dringenden Anruf erreicht, „der


Mario
“ sei dran.

Kanzler, VdB informiert

Verteidigungsminister Mario Kunasek sprach mit dem Vizekanzler, in der Folge wurden auch Kanzler


Sebastian Kurz
und der Bundespräsident Alexander Van der Bellen als Oberbefehlshaber des Bundesheers informiert.

Grund für die nächtliche Aufregung: Ein dringender Verdacht auf Spionage im


Bundesheer
.

In Windeseile verbreitete sich folgende Story: ein inzwischen pensionierter Oberst des Bundesheers, der jedoch bis vor nicht allzu langer Zeit noch im Dienst aktiv war, soll für


Russland
spioniert haben.

Die Agenten-Tätigkeit soll bis in den Kalten Krieg – also vor 1989 – zurück reichen. Angeblich ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft, der Oberst soll vor der Justiz geständig sein.

Die Bundesregierung verständigte sich darauf, mit der Information an die Öffentlichkeit bis zum folgenden Tag zu warten. Heute, Freitag, um 8.30 Uhr in der Früh, ist eine Information an die Bevölkerung zu erwarten. Dem Vernehmen nach werden der Kanzler und der Verteidigungsminister Medienstatements abgeben.

Vorwürfe „ernst“

Manche Beobachter glaubten im ersten Augenblick an ein Ablenkungsmanöver der FPÖ von der für sie peinlichen BVT-Affäre. Doch in Regierungskreisen werden solche Spekulationen für unrichtig erklärt. Die Spionagevorwürfe seien durchaus ernstzunehmen, heißt es. Es gelte, der Sache auf den Grund zu gehen.

daniela kittner

Source:: Kurier.at – Politik

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