Debatte um höhere Beiträge: Lieber Herr Spahn, nicht die Kinderlosen sind das Problem bei der Rente

By Kerstin Herrnkind

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Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Kinderlose zur Kasse bitten. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit, sagt er. Es ist so leicht, auf Kinderlose einzudreschen. Man erntet viel Zuspruch. Schließlich haben viele Menschen Kinder. Aber es ist billig, es ist kurzsichtig, weil man das Übel nicht bei den Wurzeln packt. Und es lenkt geschickt von einem sozialpolitischen Skandal ab: Von der Ungerechtigkeit des Rentensystems in Deutschland.

Die Rentenkasse braucht nicht nur schnelles, frisches Geld. Sie braucht Beitragszahler. Doch in diesem Land hilft keineswegs die gesamte arbeitende Bevölkerung, die Rentenkasse zu füllen. Das müssen nur „abhängig Beschäftigte“, also in der Regel Angestellte und Arbeiter, die per Zwangsmitgliedschaft in Geiselhaft genommen werden. Abgeordnete, Beamte, Berufs- und Zeitsoldaten, Mönche, Diakonissen, geringfügig Beschäftigte, einige Selbstständige und Freiberufler sind nicht verpflichtet, in die Rentenversicherung einzuzahlen.

Pensionen für Beamte belasten die öffentlichen Haushalte enorm

Bei dem Dauerwahlkampfthema „sichere Rente“ verschweigen Politiker gerne, dass die Pensionslasten für Beamte, die ebenfalls nicht in die Rentenkasse einzahlen, explodieren. Die Pensionslasten würden „die öffentliche Haushalte vollkommen durcheinander wirbeln“, warnte Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, im Wirtschaftsmagazin „Plusminus“. Ab 2020 müsste in Hamburg „jeder, wirklich jeder Bürger vom Säugling bis zum Rentner rund 900 Euro nur für die Beamtenversorgung bezahlen“, zitieren die Autoren des ARD-Beitrags darüber hinaus aus Expertenberechnungen. In den anderen Bundesländern würde jeder Einwohner zwischen 600 und 700 Euro zahlen müssen, nur um Beamte im Alter zu versorgen. Der Rentenexperte Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg veranschlagt die versteckten Schulden des Staates auf eine Billion Euro. Die demografischen Lasten schulterten im Moment alle außer den Beamten, sagte er dem Handelsblatt. „Und das ist eine schreiende Ungerechtigkeit. Wenn es Zumutungen gibt, dann muss es sie für alle geben.“

Es gibt Stimmen die behaupten, die Beamtenschaft sei zu alt,

Source:: Stern – Politik

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