Havarie der „Helge Ingstad“: 500 Millionen auf Grund – Tanker konnte unsichtbare Fregatte nicht orten

By Gernot Kramper

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Die norwegische Marine hat eines ihrer stärksten und modernsten Schiffe verloren. Die Fregatte KNM „Helge Ingstad“ der Nansen-Klasse kollidierte am Donnerstag mit dem Tanker „Sola“. Der moderne Tanker zog sich eine Delle am Bug zu, die Fregatte wurde am hinteren Schiffsrumpf aufgerissen. Sie wäre unweigerlich gesunken, wenn es Schleppern nicht gelungen wäre, das Wrack an die Küste zu schieben, sodass sie dort auf Grund lief.

Glück im Unglück: Die Besatzung konnte geborgen werden, es gab keine Toten. Sieben Matrosen wurden leicht verletzt.

Für die norwegische Marine ist das ein schwerer Schlag, die Fregatte kostet etwa eine halbe Milliarde Euro. Die „Helge Ingstad“ wurde im Herbst 2009 als vierte von fünf Fregatten der Nansen-Klasse an die Marine übergeben. Die Fregatte hat eine Verdrängung von 5290 Tonnen. Die Länge beträgt 134 Meter, die Breite 16,8 Meter. Sie ist mit dem Aegis-Kampfsystem ausgerüstet und wurde nach Stealth- Gesichtspunkten konstruiert. Sie ist daher kaum auf dem Radar wahrzunehmen. Insbesondere zivile Schiffe würde das kleine Radarecho der „Helge Ingstad“ nicht einem größeren Kampfschiff zuordnen können.<a target="_blank" rel="nofollow" title="Marine-Rüstung: Seemacht – die wichtigsten Kriegsschiffe der Welt " href="https://www.stern.de/digital/technik/seemacht-die-wichtigsten-kriegsschiffe-der-welt-7832492.html?utm_campaign=digital&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>FS Kriegsschiffe Einhänger

Bewegliche Fregatte gegen Tanker

Wieder fragt man sich, wie es zu diesem Unfall kommen konnte. Eine Fregatte ist hochgradig beweglich, stark motorisiert und hat weit mehr Personal auf der Brücke als ein ziviles Schiff. Zudem besitzt die „Helge Ingstad“ modernste Technik, um ihrerseits andere Schiffe zu orten. Die „Helge Ingstad“ verfügt über ein modernes Multifunktionsradar vom Typ AN/SPY-1.

Erst im letzten Jahr sind zwei US-Schiffe schwer havariert, als sie mit zivilen Schiffen kollidierten. In den Medien wurden zunächst die zivilen Schiffe verantwortlich gemacht, eine Untersuchungskommission der US-Navy offenbarte später einen extremen Leichtsinn an Bord der Zerstörer. Beide leiteten gewagte Manöver in der Nähe der Zivilschiffe ein, die die schlecht ausgebildete

Source:: Stern – Digital

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