Im österreichischen Steyr: Gemeinderat lässt heimlich seinen Namen in Stadtplatz pflastern und hat kreative Ausrede parat

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Schlicht „richtig deppert“ nennt der Bürgermeister des österreichischen Steyr, was sich da in seiner Stadt zugetragen hat, gegenüber den „Oberösterreichischen Nachrichten“. „Das ist ja eine Aktion wie von einem Zwölfjährigen“, wettert Gerald Hackl. Aber was war passiert?

Mehreren Medienberichten zufolge hatte in der Stadt des wütenden Bürgermeisters ein SPÖ-Gemeinderat namens Franz-Michael Hingert die Verlegung eines neuen Kopfsteinpflasters auf dem Stadtplatz beaufsichtigt – und ist dabei wohl etwas über den ihm gewährten Gestaltungsspielraum hinausgeschossen. Der gute Mann habe die Bauarbeiter nämlich seinen eigenen Nachnamen in den Fußboden eben jenes Platzes einpflastern lassen. Dem Bericht zufolge hat der Bauleiter von Hingerl selbst den Befehl bekommen, die Granitsteine zurechtzuhauen.

<a target="_blank" rel="nofollow" title='Foto im "Donaukurier": Fake-News-Vorwürfe: Wie ein kleiner Ast zu einer großen Fahrrad-Verschwörung ausartete' href="https://www.stern.de/digital/online/-donaukurier-wie-aus-einem-kleinen-ast-eine-verschwoerung-wurde-8387554.html?utm_campaign=politik&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>Die Fahrrad-Verschwörung_17.50„Mit dem Blödsinn hat er selber die gute Arbeit, die er geleistet hat, in den Schatten gestellt“, kritisiert Bürgermeister Hackl. Dieser ließ die individuelle Pflasterung mehreren Medienberichten zufolge umgehend wieder entfernen. „Wir wollen kein kurioses Denkmal schaffen, mit dem die Stadt sich bei den Besuchern lächerlich macht“, so Hackl. Die Kosten für die Entfernung müsse der eitle Gemeinderat selbst tragen.

Steyr: Reaktion des Gemeinderats toppt alles

Wirklich kurios wird die Geschichte durch die Reaktion des Beschuldigten selbst. Der will nämlich nichts davon wissen, dass er seinen Namen dort habe eingravieren lassen. Gegenüber dem „Standard“ spricht er (vermutlich mit einem Augenzwinkern) von einer „unglaublichen Unterstellung“. Mit dem rund 50 Meter langen Namenszug habe er lediglich die lokale Wirtschaft würdigen wollen. „HINGERL“ stehe dabei gar nicht für seinen Nachnamen, sondern: „Das H für die Bäckerei Hohlrieder, das I für das italienische Restaurant Imperial, das N für das Schuhgeschäft Nanu, das G für den Juwelier Gröger, das E für E-Banking Oberbank, das R für Rathaus, das L für das Obstgeschäft Leopold.“ Die „unglückliche Anordnung“ sei ihm leider nicht aufgefallen.

Source:: Stern – Politik

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