Kramp-Karrenbauer begrüßte CDU-Kollegen als Sozialdemokraten

Die CDU hat am Sonntagabend ihr „Werkstattgespräch“ zur Flüchtlingspolitik unter Angela Merkel begonnen.

Die CDU hat am Sonntagabend ihr „Werkstattgespräch“ zur Aufarbeitung der Flüchtlingspolitik unter Angela Merkel begonnen. Zum Auftakt fand in der Parteizentrale in Berlin eine Expertendiskussion statt.

Zum Auftakt unterlief der Neo-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine sprachliche Panne: Sie sprach ihre Parteimitglieder zu Beginn als „Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten“ statt als Christdemokraten an – und erntete nach einem kurzen Schreckmoment im Publikum freundliches Gelächter. Die Vorsitzende verbesserte sich rasch und begründete ihren Versprecher mit der ebenfalls am Sonntag begonnenen Vorstandsklausur des Koalitionspartners SPD zur Sozialpolitik.

Dort arbeite der Koalitionspartner gerade sein eigenes „Trauma“ auf – „insofern schöne Grüße an die Sozialdemokraten“, sagte Kramp-Karrenbauer unter Anspielung auf die Debatte der SPD über die Hartz-Sozialreformen von Rot-Grün unter Kanzler Gerhard Schröder um die Jahrtausendwende. Die CDU-Chefin versicherte ihrer Partei noch: „Kein Zweifel: Wir sind Christdemokraten und bleiben das auch.“ Im Wettstreit um den CDU-Vorsitz hatte Kramp-Karrenbauer ihre Partei davor gewarnt, den parteiinternen Streit über den Umgang mit der Flüchtlingskrise zu einem Trauma werden zu lassen, wie es die Agenda 2010 mit den Hartz-IV-Reformen für die SPD geworden sei.

Kramp-Karrenbauer reagiert mit dem zweitägigen Gesprächsforum auf die heftige Debatte in der Union über die Flüchtlingspolitik unter Kanzlerin Angela Merkel seit dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Herbst 2015. Die frühere CDU-Chefin selbst nimmt nicht teil.

Kramp-Karrenbauer formulierte die Fragestellung der Diskussionsrunde folgendermaßen: „Was haben wir seit damals eigentlich gelernt und würde das ausreichen, um so etwas wie 2015 auch in der Zukunft zu verhindern?“ Dies

Source:: Kurier.at – Politik

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