Nach Kurz startet auch Strache einen eigenen Thinktank

By wolfgang.zaunbauer@kurier.at (Wolfgang Zaunbauer)

Plattform „Denkwerk zukunftsreich“ soll sich den „brennenden Fragen“ widmen – und startet mit umstrittener Diskussionsrunde.

Nachdem Sebastian Kurz im Vorjahr im Bundeskanzleramt mit „Think Austria“ einen eigenen Thinktank (Stabsstelle für Strategie, Analyse und Planung) eingerichtet hat, zieht Vizekanzler Heinz-Christian Strache jetzt nach. Am Dienstag präsentierte er den Thinktank mit dem etwas sperrigen Namen „Denkwerk zukunftsreich“. Öffentlich vorgestellt wird die Plattform am Mittwoch bei einem nicht unumstrittenen Event.

Während sich Kurz‘ Stabstelle strategischen Themen widmen soll, um Österreich im internationalen Wettbewerb voranzubringen, gibt sich Strache thematisch bodenständiger. Sein Denkwerk soll sich jenen Problemen widmen, die der Bevölkerung unter den Nägeln brennen: „Um eine gute Zukunft für unsere Landsleute sicherzustellen, wollen wir die großen brennenden Fragen behandeln. Alles, was im Bereich Politik und Gesellschaft, Sicherheitspolitik und Migration ein Thema ist“, sagt Strache vor Journalisten.

„Über Parteigrenzen hinweg“

Konkret sollen externe Experten Input zu den jeweiligen Problemstellungen liefern. Das soll „nicht hinter verschlossenen Türen oder abgehoben von der Bevölkerung“ passieren. Er wolle alle einbinden, sagt Strache. Alle – „auch Personen und Institutionen, die uns nicht nahe stehen“ – seien eingeladen, sich ehrenamtlich einzubringen.

Probleme sollen im Rahmen des Denkwerks aber nicht nur aufgezeigt, sondern am besten gleich auch gelöst werden – „über alle Parteigrenzen hinweg“.

Podiumsgäste mit Nähe zum rechten Rand.

Auftaktevent der Plattform ist eine großangelegte Diskussionsveranstaltung am Mittwoch – die schon im Vorfeld für Kritik sorgt. Im Kursalon Hübner im Wiener Stadtpark lädt Strache zur Diskussion über „Islamischen Antisemitismus“, mit nicht ganz unproblematischen Diskussionspartnern: So tritt unter anderem der Politikwissenschafter Michael Ley auf – gern gesehener Gast bei den rechtsextremen Identitären.

Auf dem Podium sitzt weiters Laila Mirzo. Die zum Christentum konvertierte Syrerin ist als „Islamkritikerin“ ebenfalls wiederholt bei Gruppierungen des

Source:: Kurier.at – Politik

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