Wie ein uraltes Verkehrsmittel die Zukunft unserer Großstädte retten könnte

By Perspective Daily

Dem Wort nach sollte die “Rushhour” ja die Stunde des Tages sein, in der sich die Menschen am schnellsten fortbewegen, aber meist ist das Gegenteil der Fall. Stattdessen steht man dicht gedrängt an einer Haltestelle oder sitzt im stehenden Auto, hupend, damit es hoffentlich irgendwann weitergeht. Jede Großstadt hat ihre Engstellen – in der Rushhour sind diese so eng, dass sie komplett verstopfen.

In Köln, wo der Stau noch etwas schlimmer ist als in vielen anderen deutschen Städten, wird gerade eine kühne Vision diskutiert: das Rheinpendel, eine Seilbahn, die schon in wenigen Jahren im Zickzack über den Rhein schweben könnte – 33 Kilometer lang, einmal durch das komplette Stadtgebiet.

Die Pendler, die von außerhalb mit dem Auto kommen, könnten dann von der Autobahn in ein Parkhaus fahren, in dem sie direkt und ohne Wartezeit in die Gondeln zum Zentrum einsteigen – und statt des alltäglichen Hupkonzerts die Aussicht genießen.

Aus Sicht des weltgrößten Seilbahnbauers Doppelmayr bieten Städte ein “großes Potenzial” für Seilbahnen. Genaue Zahlen kann die Sprecherin des österreichischen Unternehmens nicht nennen, die traditionellen Winterseilbahnen machen jedoch nach wie vor zwei Drittel des Umsatzes aus.

Die Doppelmayr-Sprecherin Julia Schwärzler schreibt per E-Mail: “Das Seilbahngeschäft ist geprägt von Großprojekten, die sich über mehrere Jahre erstrecken können. Dadurch kann es sein, dass in einem Jahr einige urbane Anlagen realisiert werden, in einem anderen Jahr nur wenige. Das kann stark schwanken. Eine konkrete Aussage dazu, wie sich das Geschäft im Detail über die Jahre hinweg entwickelt hat, ist daher nicht möglich.” Der Umsatz des Seilbahnbauers lag im Geschäftsjahr 2016/2017 bei 801 Millionen Euro.

Beim zweiten großen Seilbahnbauer, der Südtiroler Leitner AG, liegt der Umsatz mit Stadtseilbahnen bei 30 Prozent, “Tendenz steigend”. Ein Sprecher schreibt: “Der urbane Bereich wird zunehmend wichtiger.”

Seilbahnen haben, nicht nur in Köln, das Zeug zum trendigen urbanen Verkehrsmittel der 2020er-Jahre. Sie sind sicher, leistungsstark, sehr

Source:: The Huffington Post – Germany

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.