Auf dem Wohnungsmarkt etabliert sich ein deutlicher Trend — er verändert Deutschlands Städte

By Joshua Fritz

Berlin

Immer mehr junge Singles und Zuwanderer ziehen in deutsche Großsstädte, während deutsche Familien eher aus den Ballungszentren raus ins Umland ziehen. Das ist kein Wunder, denn Miet- und Kaufpreise steigen in immer neue Rekordhöhen. Das geht aus einer neuen Kurzstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor.

43 Prozent aller Einwanderer ziehen in Großstädte

Die Experten betrachteten in den demografischen Daten des Statistischen Bundesamts 71 kreisfreie Großstädte. Das Ergebnis: Deutschlands Großstädte wachsen Jahr für Jahr stark. 2017 verzeichneten nur zehn Städte ein negatives Wanderungssaldo, also weniger Zuzüge als Fortzüge.

Von 2012 bis 2017 zogen durchschnittlich im Saldo 619.000 neue Einwohner nach Deutschland, davon 43 Prozent in Großstädte. Ein Fünftel davon waren laut IW Asylsuchende.

Immer mehr Deutsche ziehen aus Großstädten heraus

Im selben Zeitraum konnte Berlin ein Bevölkerungswachstum von 1,4 Prozent pro Jahr verzeichnen, das entspricht jährlich 47.500 neuen Einwohnern. München und Hamburg liegen bei 1,1 Prozent. „Das sind historische Dimensionen“, heißt es in der Studie des IW, die der Tageszeitung „Welt“ vorliegt.

„Die Ballungszentren bleiben insbesondere für Studierende und Berufseinsteiger attraktiv. Familien bevorzugen dagegen zunehmend das Umland der Großstädte“, heißt es in der Studie. Bereits seit 2014 würden demnach im Saldo mehr Inländer aus den Großstädten herausziehen — Tendenz steigend.

So verzeichnen bei ausschließlicher Betrachtung der Binnenwanderung deutscher Staatsbürger im Jahr 2017 nur noch 14 der Großstädte ein positives Wanderungssaldo. Untersucht man umgekehrt nur die Zu- und Fortzüge von Ausländern, so ist Bremerhaven die einzige aller 71 Großstädte, in die weniger Ausländer zu- als fortgezogen sind.

„Dies hat auch Auswirkungen auf die Wohnungsmärkte, auch wenn Migranten einen deutlich geringeren Wohnkonsum aufweisen, da sie in der Regel in größeren Haushalten wohnen“, ergänzt das IW.

Familien sind besonders betroffen

Die Stadtflucht werde in den nächsten Jahren stark zunehmen, meint Ralph Henger, Ökonom und Immobilienmarktexperte beim IW, laut „Welt“. „Viele sind nicht

Source:: Business Insider.de

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