Brexit-Aufschub: Theresa May muss betteln gehen

By Michael Streck

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Am Tag nach der großen Konfusion waren die Blätter voll mit martialischen Schlagzeilen. Die „Daily Mail“ titelte ziemlich treffend „Chaos reigns“, Chaos regiert, die seriöse „Times“ schrieb von einer „Brexit-Kernschmelze“, und als sei das nicht alles schon übel genug, meldete sich zu allem Überfluss aus Washington auch noch US-Präsident Donald Trump zu Wort mit einem ausnahmsweise gar nicht mal so dummen Redebeitrag. Er sei überrascht darüber, wie schlecht die britische Premierministerin Theresa May den ganzen Brexit gehandhabt habe.

Auch Trump stand offenkundig noch ganz unter dem Eindruck eines selbst für britische Verhältnisse bizarren Tages. Am Mittwoch hatte das Parlament über mögliche No-Deal-Szenarien abgestimmt und einen ungeregelten Abschied kategorisch ausgeschlossen. Das führte im Unterhaus zu der hochgradig absurden Situation, dass die Regierung in schierer Panik gegen einen Zusatz abstimmen ließ, den sie zuvor selbst vorgelegt hatte. Daran hielten sich aber sehr zum Groll von May nicht mal alle Kabinettsmitglieder, und tags drauf schäumte May im Kabinett. Wer da nicht mehr mitkommt, befindet sich in guter Gesellschaft mit zirka 60 Millionen Briten, die das, was hinter den Fassaden von Westminster geschieht, auch nicht mehr verstehen.

<a target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer" title="EU-Parlament: Das absurdeste aller Brexit-Szenarien: Werden die Briten zur Europawahl gezwungen?" href="https://www.stern.de/politik/ausland/brexit-szenarienwerden-die-briten-dennoch-zur-europawahl-gezwungen8621538.html?utm_campaign=politik&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>Brexit Europawahl_14.55

Klar ist seit dem konfusen Mittwoch, dass die Mehrheit der Abgeordneten einen Crash aus der EU definitiv ausschließen wollen, dafür votierten sie gleich zweimal. Und klar ist auch, dass sie der nicht nur gesundheitlich angeschlagenen Premierministerin mehr oder weniger die Macht entzogen haben. Nach quälenden Jahren ohne große Fortschritte kommt jetzt zumindest Bewegung in die Chose.

Wie reagiert Brüssel?

Die Signale aus Brüssel fielen eher verhalten aus. Ein EU-Beamter sprach, die Resultate aus London seien in etwa so, als würde die Titanic dafür plädieren, dass der Eisberg verschwindet. Es gebe nur zwei Wege, die Union zu verlassen: Mit einem Deal

Source:: Stern – Politik

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