Adaptionen allerorten: Von der Leinwand auf die Bühne

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Selbst auf die Theaterbühne wollte Kate Winslet zuletzt zwar nicht, aber zumindest eine ihrer Rollen hat den Schritt längst getan. Im Film „Zeiten des Aufruhrs» zerbrach Winslet als April Wheeler auf der Kinoleinwand am Leben in einem US-Vorort der 1950er Jahre. Gut zehn Jahre später ist der Stoff jetzt wieder zu sehen. Diesmal auf der Bühne des Deutschen Theaters in Berlin.

Zwar ohne Winslet und ihren damaligen Filmpartner Leonardo DiCaprio, dafür als Bühnenstück nach dem Roman von Richard Yates. Immer wieder finden sich Romane oder Filme derzeit auf der Bühne. Die Berliner Kudammbühnen zum Beispiel zeigen erstmals „Monsieur Pierre geht online» nach der französischen Filmkomödie. Und Dieter Hallervordens Schlosspark Theater hat „Honig im Kopf» von Til Schweiger umgesetzt.

Auch die „New York Times» stellte zuletzt fest, dass sich deutsche Theaterregisseure öfter Inspiration bei Filmen suchen. Und zwar bei älteren Filmen. Die Zeitung nennt zum Beispiel „Die Verdammten» am Berliner Ensemble, nach dem Film von Luchino Visconti von 1969. Oder „Persona» am Deutschen Theater nach dem Film von Ingmar Bergman.

„Persona» ist auch zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen, als eine der „zehn bemerkenswertesten» Inszenierungen aus dem deutschsprachigen Raum. Aus Sicht von Festivalleiterin Yvonne Büdenhölzer ist es kein neues Phänomen, dass Theater Stoffe aus Romanen oder eben Filmen umsetzen. Man spricht von Adaptionen. Der Roman „Hiob» von Joseph Roth aus den 1930ern sei etwa schon wenig später in Paris auf die Bühne gekommen. „Aber natürlich gibt es auch aktuell Beispiele.»

In Frankfurt zum Beispiel lief „Husbands and Wives» nach dem Drehbuch von Woody Allen von 1992. Die Kudammbühnen hatten bereits „Willkommen bei den Hartmanns» im Spielplan stehen und mehrere Theater setzten bundesweit auf „Ziemlich beste Freunde».

Büdenhölzer sieht mehrere Gründe dafür, warum Theater auch Romane und Filme umsetzen.

Source:: Stern – Kultur

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