Adidas verzeichnet bei zwei Schuhmodellen einen Einbruch der Verkaufszahlen — das dürfte Nike und Puma freuen

By Business Insider Deutschland

Adidas

Jahrelang waren die Sneaker „Stan Smith“ und „Superstar“ die Umsatzgaranten der Adidas-Originals-Linie des Sportartikelherstellers aus Herzogenaurach. Die beiden Schuhe seien „sehr wichtige Umsatzbringer für Adidas Originals“, sagte der damalige Chef der Originals-Sparte Arthur Hoeld 2016. „Beide haben jeweils einen signifikanten zweistelligen Prozentanteil am Umsatz der Originals.“ Noch wichtiger sei ihre Strahlkraft für die Marke.

Damals gab Adidas bekannt, dass man seit der Markteinführung 1973 mehr als 50 Millionen Paar „Stan Smiths“ verkauft habe. Allein 2015 sollen es acht Millionen Paar gewesen sein.

Wie die „Welt“ berichtet sind aktuellere Zahlen nicht erhältlich. Dies dürfte daran liegen, dass sich die Verkäufe der Originals-Linie „von einem sehr hohen Niveau kommend normalisiert“ haben, so der aktuelle Adidas-Chef Kasper Rorsted bei der Bekanntgabe der diesjährigen Bilanzzahlen. Der Umsatz der Modelle „Stan Smith“ und „Superstar“ sei vom Spitzenwert um 500 Millionen Euro zurückgegangen. Da Adidas nicht verrät, wie hoch der Rekordumsatz war, lässt sich nicht präzise sagen, wie deutlich der Einbruch war — doch eine halbe Milliarde weniger dürfte in dem Bereich signifikant sein.

Umsatzeinbruch könnte für Adidas Rückschlag bedeuten

Für Adidas könnte der Umsatzeinbruch seiner erfolgreichsten Originals-Sneaker einen Rückschlag bedeuten. Jahrelang kämpfte der Sportartikelhersteller darum, im Ansehen gegenüber der Konkurrenz von Nike und Puma aufzuholen. Gelungen ist das erst, als prominente Kunden wie Madonna oder Kendall Jenner den „Superstar“ trugen.

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Obwohl Adidas den Umsatzrückgang der beiden Modelle bislang ausgehalten hat — sowohl Gesamtumsatz als auch Gewinn legten im vergangenen Jahr zu — steht das Unternehmen in Zukunft vor weiteren Herausforderungen: So macht Adidas der abflachende Retro-Trend laut „Welt“ besonders im nordamerikanischen Markt Probleme. Hier konnte das Unternehmen in den letzten Jahren den Rückstand auf Nike besonders stark reduzieren — doch diese Aufholjagd könnte jetzt gestoppt werden.

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Source:: Business Insider.de

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