Aus Nord-Syrien nach Frankreich: Kinder des deutschen IS-Kämpfers Lemke nach Europa geholt – wie geht es für die Kleinen weiter?

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Nach übereinstimmenden Informationen verschiedener französischer Medien sind drei der sechs Kinder des deutschen IS-Kämpfers Martin Lemke heute von Nord-Syrien nach Frankreich ausgeflogen worden. Es handelt sich demnach um die drei Söhne von Lemkes französischer Ehefrau Julie Maninchedda. Die Mutter war nach stern-Recherchen im Oktober oder November vergangenen Jahres bei einem Luftangriff der internationalen Anti-IS-Koalition auf das Dorf Schafaa im Südosten Syriens ums Leben gekommen. Der Vater der Kinder, der deutsche Islam-Konvertit und hochrangige IS-Kader Martin Lemke aus Zeitz in Sachsen Anhalt, sitzt seit Ende Januar 2019 in kurdischer Haft in Nord-Syrien.

Ein Flugzeug mit den drei Brüdern – ein, drei und fünf Jahre alt – und zwei anderen Kriegswaisen landete heute um 13.30 Uhr auf dem Militärflughafen Villacoublay südlich von Paris. Zuvor hatten die drei Lemke-Söhne wochenlang unter prekären Umständen bei fremden Pflegemüttern im überfüllten Flüchtlingslager al-Hol in Nordost-Syrien gelebt. Der jüngste der drei, der einjährige Dschaafar, war bei dem Luftangriff, bei dem seine Mutter starb, von Splittern schwer verletzt worden. Als der sternihn und seinen Bruder Schakir vor wenigen Wochen im Lager besuchte, war sein Gesicht von Narben gezeichnet. Schakir litt unter chronischen Magenschmerzen infolge der katastrophalen Versorgungslage und der schlechten hygienischen Zustände.

<a target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer" title='Islamischer Staat: "Niemals einen Menschen geköpft": Begegnung mit dem deutschen IS-Kämpfer Martin Lemke' href="https://www.stern.de/politik/deutschland/is-kaempfer-martin-lemke-ich-habe-niemandem-den-kopf-abgeschlagen8613270.html?utm_campaign=politik&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>IS-Kämpfer Heftstück_13.30Uhr

Großeltern kämpfen um ihre Enkelkinder

Die französischen Großeltern der drei Brüder, Lydie und Patrice Maninchedda aus Libercourt nahe Lille in Nordfrankreich, hatten in den vergangenen Monaten einen verzweifelten Kampf um die Rückholung der Kinder geführt. Zweimal hatte die Großmutter sich per Video-Botschaft an Frankreichs Präsident Emanuel Macron gewandt und ihn um Hilfe gebeten. In einem Interview mit dem stern sagte sie Ende Februar: „Wir hatten nur eine Tochter. Sie ist tot. Diese drei Kinder sind die einzige Familie, die uns bleibt. Wir

Source:: Stern – Politik

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