Fridays for Future: Hört uns zu! Fünf junge Aktivisten aus aller Welt sagen, was sie antreibt

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Sie sind jung und willens, für ihre Zukunft zu kämpfen. Auch wenn ihre Themen und Ziele sich unterscheiden: Diese Aktivistinen und Aktivisten aus aller Welt wollen die Erde zu einem besseren Ort machen.

Mylena, 13, Brasilien

Wann sie zur Aktivistin wurde, weiß Mylena, 13, noch genau. Es war vor drei Jahren. Da schimpften zwei hellhäutige Mädchen in ihrer Schule sie „Macaco“ , Affe. Und beim Bummeln im Shoppingcenter merkte sie, wie die Sicherheitsleute sie und ihre schwarzen Freundinnen besonders beobachteten. „Da kann man nicht still bleiben“, sagt sie. Mylena sitzt auf einer Treppe in ihrer Favela in Rio de Janeiro, sie malt ein Plakat mit dem Titel „Não ao Racismo“.

Gemeinsam mit ihrer Mutter geht sie zu Veranstaltungen der Black-Power-Bewegung „Consciencia Negra“. Sie macht den Kampfsport Capoeira, sie ist Anhängerin von Umbanda, der afrobrasilianischen Religion. „Wenn ich rassistische Sprüche höre, wehre ich mich.“

Auch gegenüber Erwachsenen?

„Klar. Ich würde mich unendlich schlecht fühlen, still zu bleiben. Vor Kurzem hat jemand meinen Bruder beleidigt. Den hab ich zur Sau gemacht.“ Mehr noch unternimmt sie in den sozialen Medien. Zum Beispiel unter dem Hashtag #Somostodosiguais – wir sind alle gleich. „Demos sind nicht so angesagt in meiner Generation, aber auch für Demos gibt es den richtigen Zeitpunkt.“ Zum Beispiel jetzt unter dem neuen Präsidenten Jair Bolsonaro, der sich herablassend gegenüber Schwarzen, Indigenen, Homosexuellen und Frauen geäußert hat. „Das hat viele aufgeweckt. Bolsonaro ist ein Heuchler und Idiot. Unter Freunden sprechen wir oft darüber: Ist das die Welt, die wir wollen?“ Für die nächsten vier Jahre befürchtet sie das Schlimmste. Schon die vergangenen vier waren hart. Die Großeltern verloren ihre Jobs. Im Viertel gibt es ständig Schießereien. Ihr Vater verlor sein Haus, weil eine neue Drogengang in die Favela zog und es einfach konfiszierte.

Source:: Stern – Politik

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