Grafik: So lange müsst ihr arbeiten, um auf das Jahresgehalt eines Dax-Vorstands zu kommen

By Hannah Schwär

Daimler Chef Dieter Zetsche.

Wenn Dieter Zetsche im Mai nach 13 Jahren an der Spitze von Daimler abtritt, wird er gut vorgesorgt haben. Knapp 7,81 Millionen Euro verdiente er nach Berechnungen der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) allein im Jahr 2017. Damit gehört er zu den Topverdienern im Dax — allerdings mit weitem Abstand zu Platz Eins, denn den belegte SAP-Chef Bill McDermott mit einer Gesamtvergütung von 12,87 Millionen Euro.

Es ist eine Summe, die für die meisten Deutschen kaum vorstellbar ist. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer verdient in Vollzeit nach Zahlen des Statistischem Bundesamt rund 41.292 Euro brutto pro Jahr. Bei gleichbleibendem Gehalt müsste er also rund 312 Jahre arbeiten, um auf die Summe zu kommen, die Bill McDermott in nur einem Jahr verdient. Eine Reinigungskraft, die einen durchschnittlichen Lohn von 21.796 Euro bezieht, bräuchte dafür sogar rund 591 Jahre.

Sogar bei Spitzenverdienern recht eine Lebzeit nicht aus: Ein Arzt müsste etwa 150 Jahre arbeiten, um mit seinem durchschnittlichen Jahresgehalt von 85.7171 Euro eine Topmanager-Vergütung zusammenzusparen.

Gehältervergleich Normalo vs. Dax Vorstand   Statistik 2.PNG

Dass Unternehmen ihren Vorständen Millionenvergütungen zahlen, ist nach den Grundsätzen der Marktwirtschaft und des freien Unternehmertums ihr gutes Recht. Auf der anderen Seite fällt es Politikern und Unternehmen in Zeiten der Dieselaffäre zunehmend schwer zu begründen, inwiefern es noch gerecht ist, wenn Konzernchefs trotz Verfehlungen das hundertfache ihrer Mitarbeiter verdienen (Die Chefs von VW, BMW und Daimler belegen Platz Zwei bis Vier der Dax-Topverdiener).

Linke fordert Begrenzung von Managergehältern

In Berlin schwelt schon seit Jahren eine Debatte über die Begrenzung von Managergehältern, am Donnerstag wurde sie nun erneut vom Bundestag aufgenommen. Auslöser der Diskussion war ein Antrag der Linken: Die Partei fordert eine gesetzliche Deckelung von Managergehältern. Vorstände sollen demnach nicht mehr als das Zwanzigfache des am schlechtesten bezahlten Mitarbeiter im jeweiligen

Source:: Business Insider.de

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.