Die Langdienenden: Diese Chefs bleiben Jahrzehnte

By robert.kleedorfer@kurier.at (Robert Kleedorfer)

Viele Manager gelten als Jobhopper. Doch es gibt Ausnahmen: Jene, die ihre Karriere in einem einzigen Unternehmen vorantreiben.

Loyalität ist für Arbeitnehmer zum Teil eine Frage des Geldes. Gerade in wirtschaftlich guten Zeiten und bei einem anhaltenden Fachkräftemangel ist ein Wechsel zu einem Arbeitgeber, der mit einem attraktiven Angebot lockt, oft schnell vollzogen. Laut einer im Jänner veröffentlichten Studie der Plattform Xing zur Jobwechselbereitschaft im deutschsprachigen Raum zeigt sich fast die Hälfte der Befragten offen für einen neuen Arbeitgeber; vor allem junge Menschen.

Geld ist oft, aber nicht immer Hauptmotiv für einen Wechsel. Ein angenehmes Betriebsklima, familienfreundliche Arbeitszeiten, ein Firmen-Standort nahe des Wohnorts oder Aufstiegsperspektiven können durchaus mehr zählen. Daher kommt es immer wieder vor, dass Arbeitnehmer nach dem Schnuppern in diversen in- und ausländischen Betrieben den einen Dienstgeber für sich entdecken, der all ihre Ansprüche an ein zufriedenstellendes Arbeitsleben und eine Karriere – womöglich bis in den Chefsessel – erfüllt.

Und dieser Umstand wird mit ewiger Treue erwidert. Manchmal sogar über das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus. Als Aufsichtsrat oder externer Berater kann noch einige Jahre mitgeredet und das Schicksal des Unternehmens beeinflusst werden.

Henkel-Chefin in 32 Ländern

Kurier/Gerhard Deutsch

Birgit Rechberger-Krammer: eine Karriere, die sich gewaschen hat.

Birgit Rechberger-Krammer ist seit 27 Jahren beim Konsumgüterriesen tätig und seit Oktober 2017 Präsidentin der Henkel CEE in Wien, wo die Osteuropa-Zentrale des Konzerns angesiedelt ist. Darüber hinaus ist die Wienerin und WU-Absolventin seit kurzem für das Wasch- und Reinigungsmittelgeschäft für ganz Europa verantwortlich.

Die 49-Jährige kennt den Konsumgüterriesen und seine Marken (Schwarzkopf, Persil, Pattex, Fa, Loctite, Blue Star usw.) seit Jahren, ist seit 1992 im Konzern. Dabei hat sie viele Länder kennengelernt, hat unter anderem mit ihrer Familie (einem Sohn) drei Jahre in Tschechien gelebt.

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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