Geht dieses Experiment zu weit? Chinesische Forscher pflanzen Affen Gene menschlicher Gehirne ein

By Marleen van de Camp

Chinesische Wissenschaftler haben einem Rhesusaffenhirn Gene des menschlichen Gehirns eingepflanzt

Wissenschaftler vom chinesischen Kunming Institut für Zoologie haben dem Genom von Rhesusaffen ein menschliches Entwicklungsgen eingepflanzt. Es heißt MCPH1, oder Mikrozephalin, und reguliert das Hirnwachstum im menschlichen Fötus. Die Affen sollen durch das Human-Gen tatsächlich intelligenter geworden zu sein. Ihr Kurzzeitgedächtnis verbesserte sich und ihre Reaktionszeit wurde kürzer, so heißt es in dem entsprechenden Beitrag im chinesischen Wissenschafsmagazin „National Science Review„.

Den Wissenschaftlern ging es bei dem Experiment um Erkenntnisse zum Wachstum des menschlichen Gehirns. Bildgebende Verfahren zeigten bei den Affen mit dem menschlichen Entwicklungsgen eine im Vergleich zur Kontrollgruppe verzögerte neuronale Reifung, ähnlich der von menschlichen Kindern. Das bedeutet, dass die transgenen Affen länger in der kindlichen Entwicklungsphase blieben, als es bei ihrer Art normalerweise der Fall ist.

Mehr als die Häfte der Affen starb

Da nur fünf der 11 am Versuch beteiligten Rhesusaffen überlebten, können die Wissenschafler ihre Ergebnisse aber bestenfalls als „vorläufig“ bezeichnen. Die Gruppe der Versuchstiere ist für eine Generalisierung deutlich zu klein. Zudem wirft das Experiment ethische Fragen auf.

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Forscher transgene Organismen erzeugten. Schon 1974 wurden Gene des Bakteriums Staphylococcus aureus in Escherichia Coli Bakterien eingeschleust. Der erste transgene Affe, in den Quallengene eingesetzt wurden, entstand 2001.

Menschliche Gene wurden in Affen eingefügt, um Krankheiten und Zustände wie Autismus zu untersuchen. Mäuse wurden mit menschlichen Kognitionsgenen modifiziert, einschließlich verändertem Mikrozephalin. Schon lange werden derartige Tierversuche als „ethisch inakzeptabel“ verurteilt, zumal sie den Tieren Qualen zufügen.

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In anderen Ländern als China seien Versuche in dieser konkreten Form gesetzlich untersagt, so Martin Styner, Informatiker der Universität von South Carolina, im Interview mit dem Magazin „Technology Review“ der US-Eliteuniversität MIT. Snyder ist der einzige US-Wissenschaftler, der

Source:: Business Insider.de

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