Ursula von der Leyen: Wenn aus Politologen IT-Experten werden: So seltsam vergibt die Bundeswehr Aufträge

By Hans-Martin Tillack

<a target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer" href="https://www.stern.de/politik/deutschland/bundeswehrkuriose-auftragsvergabe-diechemiemusste-stimmen-8669466.html?utm_campaign=politik&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“ >

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gerät in der Berateraffäre weiter unter Druck. Ein Mitarbeiter ihrer damaligen Staatssekretärin Katrin Suder sorgte offenbar dafür, dass ein Bekannter der heute 47-Jährigen einen Auftrag der Bundeswehr erhielt. Nach Informationen des stern erhielt der Berater Oliver Triebel mit seiner Firma LEAD ab Ende 2015 solche Aufträge, zunächst im November 2015 für die Moderation von internen Veranstaltungen mit Suder, dann bis 2018 für Dienstleistungen im Wert von insgesamt 380.000 Euro. Triebel war zuvor ein Kollege von Suder bei der Beratungsfirma McKinsey. Laut den Angaben von Triebels Anwalt gegenüber dem stern stand am Beginn des ersten Auftrags ein Anruf von Gundbert Scherf, einem damaligen engen Mitarbeiter der Staatssekretärin, der mit ihr von der Beratungsfirma McKinsey in das Verteidigungsministerium gewechselt war. Scherfs Anruf habe „nach weiteren telefonischen Kontakten zur Beauftragung“ geführt, ließ Triebel über den Anwalt ausrichten.<a target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer" title='Umstrittenes Segelschulschiff: Kosten von 135 Millionen Euro: Ursula von der Leyen will "Gorch Fock" weiter sanieren lassen' href="https://www.stern.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-willgorch-fockweiter-sanieren-lassen-kosten-von-135-millionen-euro-8622146.html?utm_campaign=politik&utm_medium=rssfeed&utm_source=standard“>14-Segelschulschiff „Gorch Fock” wird weiter saniert-6013988494001

Auftrag sollte offenbar „Vertrauensverhältnis“ stärken

Das von Ursula von der Leyen geführte Ministerium erklärte auf Anfrage des stern, man könne in dem Fall „keine persönliche Beauftragung“ durch Suder „nachvollziehen“. Im Verteidigungsausschuss hatte ein Abteilungsleiter ihres Hauses im November erklärt, der Auftrag sei durch das Beschaffungsamt der Bundeswehr erteilt worden. Nach den dem stern vorliegenden Unterlagen hatte aber zuvor eine Suder unterstehende Stelle des Ministeriums das Beschaffungsamt dazu aufgefordert, den Moderationsauftrag mit Triebel abzuschließen. Die Suder unterstehende Projektorganisation Rüstungsmanagement begründete die Notwendigkeit der Vergabe an Triebel in einem Vermerk vom 30. September 2015 mit dem „Vertrauensverhältnis“, das ihn und Suder verbinde: „Die Chemie muss stimmen“, hieß es dort als Begründung. Nachdem der Bundesrechnungshof den Fall kritisiert hatte, räumt inzwischen auch das Ministerium ein, dass hier gegen Vergaberecht verstoßen wurde.

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Source:: Stern – Politik

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