Berateraffäre im Verteidigungsministerium: Ministerin von der Leyen und die hungrigen Möpse

By Hans-Martin Tillack

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Als Unterabteilungsleiter im Verteidigungsministerium amtiert Dietmar Theis seit 2012 auch als IT-Direktor der Bundeswehr. Ende November 2016 wird er ein bisschen nervös. „Wir müssen aufpassen, dass mit der Zunahme der Köche nicht Chaos in der Küche auftritt“, schreibt er in einer Nachricht an Kollegen. Einer von ihnen – der Referatsleiter für IT-Sicherheit – stimmt zu. Schlimmer noch, meinte er: Die Möchtegern-Köche drängten „in die Küche wie hungrige Möpse“.

Die Konversation über hungrige Möpse und zahlreiche Köche gehört zu Aktenkonvoluten, die das Verteidigungsministerium für die Aufarbeitung der Berateraffäre zusammengestellt hat. Seit Wochen befragen Abgeordnete eines Untersuchungsausschusses im Bundestag dazu Zeugen. Sie wollen herausfinden, wie es dazu kommen konnte, dass Aufträge über dutzende Millionen Euro an den Regeln vorbei verteilt wurden – und sie gehen dem Verdacht nach, dass Leute aus der Consultingbranche auch wegen ihrer guten Kontakte angeheuert wurden.

Im August 2015 hatte die Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) die frühere McKinsey-Beraterin Katrin Suder zur Staatssekretärin gemacht. Die heute 47-jährige Suder brachte frischen Wind ins Ministerium und beeindruckte allenthalben durch Energie und hohe Intelligenz. Doch zugleich vergab das Ministerium in ihrer Amtszeit wiederholt IT-Beratungsaufträge, von denen ein guter Bekannter von Suder profitierte: Der heute 42 Jahre alte Politologe Timo Noetzel, der früher wie Suder bei McKinsey arbeitete und heute für den Beratungskonzern Accenture wirkt. Noetzel hat einige Feinde in der Berliner Beraterszene, aber er unterhält offenkundig ein gutes Verhältnis zu Katrin Suder – er gab sie in einem Lebenslauf im Jahr 2015 als Referenz an.

Katrin Suder will mit Aufträgen für Berater nicht viel zu tun gehabt haben

Suder verließ das Ministerium im April 2018 wieder und amtiert heute als Vorsitzende des Digitalrats der Bundesregierung. Sie will mit den Aufträgen für die Berater nicht viel zu

Source:: Stern – Politik

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